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Archive for the ‘Ireland – living’ Category

Nachdem ich Freitag und Samstag damit beschäftigt war, mich von der Reiserei zu erholen, alles zusammenzupacken, mich noch einmal mit Vincent zu treffen, letzte Kleinigkeiten zu erledigen und mich langsam, aber sicher von New Ross zu verabschieden, traf ich mich am Sonntag ein letztes Mal mit Laura, meiner Nachhilfeschülerin.

Seit dem Frühling habe ich Laura Nachhilfe gegeben, vor allem für die mündliche Prüfung, und irgendwann kam dabei heraus, dass sie nicht nur ein eigenes Pferd besitzt, sondern dass ihrem Vater eine Cross-Country-Strecke (ein Geländehindernisparcours) mit Baumstämmen und sonstigen Geländehindernissen, Gräben, Hügeln, Bachläufen und einem kleinen Teich zum Rein- und Rausspringen besitzt. Von da an haben wir Nachhilfe gegen Reiten getauscht und obwohl ich gleich beim ersten Mal vom Pferd von Lauras Schwester gefallen bin, habe ich mich nicht abhalten lassen, den Parcors wieder und wieder in Angriff zu nehmen, dann immer auf Lauras Pferd Charly. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass ich mich von mal zu mal über mehr Hindernisse getraut habe – es kostet doch ganz schön Überwindung, über fest installierte Hindernisse zu springen, die im Zweifel nicht umfallen…

An meinem letzten Sonntag in Irland habe ich dann auch endlich mal daran gedacht, die Kamera mitzunehmen, und Laura hat tolle Fotos geschossen.

Nachdem ich den ganzen Parcours absolviert hatte, durfte Charly dann zurück auf die Weide, wo sie den schönen Sommertag weiter genießen konnte. Ich bin total froh, dass sich die Reiterei so ergeben hat. Es ist eins meiner Ziele gewesen, in Irland reiten zu gehen, und dann gleich die Möglichkeit zu bekommen, einen Geländeparcours zu springen, war eine unglaubliche Erfahrung für mich!Nach dem Reiten fuhr ich noch schnell zur nahegelegenen Tintern Abbey, die ich schon länger hatte besichtigen wollen, bevor es zurück nach New Ross ging, wo ich mich an die schwierige Aufgabe machte, das Auto für die Rückreise morgen zu beladen.

Zwischendurch kamen noch meine Kollegen Marisa und Joe und ihre Tochter Izzy vorbei, um mein volles Auto zu bewundern und um sich zu verabschieden. Nachdem sie gegangen waren und ich das Auto fertig gepackt hatte, bereitete ich noch ein bisschen Proviant vor und ging dann früh ins Bett, um optimal für die lange Reise nach Hause vorbereitet zu sein.

On Friday and Saturday, I relaxed a bit after all the travelling, started to pack my bags and visited Vincent and on Sunday I went to Fethard-on-Sea where I met Laura, whom I had given grinds from March onwards. She owns a horse and her father has a cross-country-course. This gave me the opportunity to go horse-riding regularly, and it was such great fun to do the jumps! Today, on my last Sunday in Ireland, I brought my camera with me and Laura took some great photos.

Later, I visited nearby Tintern Abbey before going home to New Ross where I packed all my stuff into the car. In the evening, I prepared some food for my journey home and went to bed early in order to be fit for my long journey home…

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Weil wir am Sonntag erst ausschliefen und dann ausgiebig frühstückten und weil Tara ihren Schlüssel im Auto einschloss und der noch befreit werden musste, kamen Dörthe, Christian und ich erst nachmittags in New Ross los. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, an der Küste zu stoppen, und verbrachten einige Zeit am schönen Strand von Annestown.Irgendwann mussten wir aber weiter – schließlich lagen ja noch einige Kilometer vor uns, denn wir wollten ja nach Cork. Kurz vor 19 Uhr kamen wir dort an und hatten gerade noch Zeit genug, einen Pub zu suchen und zu finden, in dem wir das erste EM-Spiel der Iren gucken konnten. Das war allerdings etwas enttäuschend – nicht nur, weil die Iren nicht wirklich fußballerische Klasse haben, sondern vor allem, weil das allen irischen Fans in Irland von Anfang an bewusst zu sein schien und weil deswegen die Stimmung eher gedämpft war. Etwas enttäuscht verließen wir also den Pub nach der ersten Halbzeit und kochten im Hostel unser Abendessen.

Gut gestärkt mit dem typischen Hostelfrühstück machten wir uns am nächsten Morgen auf zu einer etwas ausgedehnteren Stadterkundung: St. Anne’s Church, English Market, Grand Parade, South Mall, St. Patrick’s Street sowie die vielen kleinen belebten Gassen der Innenstadt. Irgendwann hatten wir aber alles abgelaufen und so ging es nachmittags weiter Richtung Süden, genauer gesagt nach Kinsale.

Kinsale ist ein kleines buntes Fischerdörfchen an der Südküste Irlands, das bekannt für das etwas außerhalb gelegene Charles Fort sowie für die Fischgerichte (allen voran natürlich Fish&Chips) der Restaurants ist. Wir fuhren zunächst in das Städchen hinein, beschlossen dort aber, doch direkt zum Charles Fort zu fahren, weil wir nicht riskieren wollten, vor verschlossenen Türen zu stehen.

Das Charles Fort ist eine sternenförmige Festung und wurde in den 1670er und 1680er Jahren im Zuge des Krieges zwischen Jakob II (James II) und Wilhelm III (Wilhelm of Orange) gebaut. Die Form des Forts sollte besonders effektiv sein, um Angriffen mit Kanonen standzuhalten. Tatsächlich ist das Fort für einige Zeit belagert worden und musste schließlich den Briten übergeben werden, die es dann lange als Kaserne nutzten.

Nach dem anglo-irischen Vertrag wurde das Fort aufgegeben und schließlich während des irischen Bürgerkrieges 1922 niedergebrannt. Erst 1971 wurden die übrig gebliebenen Teile unter Denkmalschutz gestellt, sodass man sie heute besichtigen kann.

Was wir natürlich auch ausgiebig taten, nachdem uns die wirklich sehr hilfsbereiten und kompetenten Mitarbeiter ausführlich über das Fort informiert haben. Außerdem genossen wir den tollen Ausblick über die Bucht von Kinsale.

Insgesamt verbrachten wir mehr als eine Stunde im Charles Fort, bevor wir dann wieder zum Städtchen zurück fuhren. Dort wollte ich unbedingt bei einem vom Lonely Planet empfohlenen Fish&Chips-Laden – Überraschung! – Fish&Chips essen, aber der hatte leider schon zu. So musste ich hungrig vorbei an den vielen bunten Häuschen, die man überall im Zentrum bewundern kann, laufen.

Immerhin fanden wir noch einen Supermarkt, wo wir uns für ein späteres Abendessen eindecken konnten.

Und das Abendessen sollten wir heute in einem besonders gepflegten Ambiente einnehmen. Bei der Unterkunftssuche hatten Dörthe und ich uns nämlich gegen Christian durchgesetzt und das Hostel gewählt, das mitten im irischen Nichts (und damit weit weg von jedem Pub) war, dafür aber tolle Bewertungen bei Hostelworld hatte und mit Ruhe und großen Zimmern lockte: das Driftwood House in Skibbereen.

Wir fuhren also über kleinste Landstraßen und hielten angestrengt nach dem kleinen Holzschild Ausschau, das uns an den Kreuzungen den Weg wies. Nach einigen Kilometern kamen wir so problemlos am Driftwood House an, wo wir gleich vom Besitzer begrüßt wurden – auf Deutsch! Er erzählte uns, dass seine Frau Deutsche sei und dass er deswegen Deutsch spräche. Natürlich wollten wir wissen, woher sie käme, und tadaa!: sie kommt aus Herford! Weil die beiden natürlich schon öfter da waren, ist er also sogar mal in Bad Oeynhausen gewesen!

Dann zeigte er uns das Haus und wies uns noch stolz auf die neuste Attraktion des Driftwood Houses hin: der “Hot Tub”, ein kleiner Whirlpool im Garten. Und er bot uns an, dass wir diese überdimensionierte Badewann mal ausprobieren dürften! Die Familie würde jetzt erst einen Spaziergang machen und danach könnten sie dann den Hot Tub nochmal erwärmen. Wir sollten uns in der Zwischenzeit wie zuhause fühlen… Und das taten wir auch. Zuerst brachten wir unser Gepäck in unser riesiges Zimmer und erkundeten danach das Grundstück, freuten uns über die weite irische Landschaft und den beginnenden Sonnenuntergang.

Auch Christian war mittlerweile völlig begeistert vom Haus und fand es gar nicht schlimm, dass kein Pub in erreichbarer Nähe war. Wir fanden nämlich schnell etwas viel besseres: ein Trampolin!

Wir verbrachten also die nächste halbe Stunde damit, lachend und kreischend wie verrückt auf dem Trampolin herumzuspringen, bis unsere Gastgeber wieder kamen. Jetzt stellte sich auch die Besitzerin vor und meinte nur ganz trocken: “Wir haben euch bis zum Wald kreischen gehört…”.

Als die Sonne ganz untergegangen war, gingen wir dann das Highlight des Abends an, nämlich das Bad im Whirlpool. Nach all der Reiserei in den letzten Tagen, nach kleinen Hostelzimmern und noch kleineren Hostelbadezimmern und nach vielen Kilometern im Auto war es eine unglaubliche Erfahrung, im warmen Wasser voller Blubberblasen zu liegen und gleichzeitig an der frischen Luft zu sein. Ich habe es also tatsächlich geschafft, in einem irischen Gewässer zu baden;)!

Wir hätten es stundenlang im Hot Tub aushalten können, aber wir wollten die Heizkosten unserer Gastgeber nicht zu sehr in die Höhe treiben und deswegen stellten wir unsere überdimensionierte Freiluftbadewanne irgendwann aus und gingen zurück ins Haus, wo wir uns in der großen Küche noch Spaghetti kochten und dann satt und zufrieden ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus – eine Check-Out-Zeit gab es hier nicht – und frühstückten in aller Ruhe im Sonnenschein auf der Terasse. Dann machten wir uns gegen Mittag wieder auf die Reise. Das erste Ziel des Tages hieß Baltimore, ein weiteres kleines Fischerdörfchen an der Südküste, das aber so klein war, dass wir nur einmal “um den Block” liefen und dann gleich weiter fuhren. Schließlich hatten wir auch heute wieder einiges vor.

Das eigentliche TageszZiel war nämlich die Mizen Halbinsel, auf der sich sowohl der südlichste als auch der südwestlichste Punkt Irlands befinden. Diesen Orten näherten wir uns auf der Küstenstraße, die uns an schönen Buchten vorbei- und durch kleine Dörfchen hindurchführte.

In einem davon, in Crookhaven, machten wir eine kleine Verschnaufpause und gönnten uns ein Eis am Hafen (wobei wir fast weggeweht worden wären – es war perfektes Meerwetter mit Sonne, blauem Himmel, Wattewölkchen und ordentlich Wind und dann unter dem Gelächter der drei anderen Touristen fast einen Herzinfarkt bekamen, als eine Katze unter lautem Getöse aus dem Mülleimer sprang, in den Dörthe gerade ihr Eispapier geworfen hatte).

Zwischen Crookhaven und dem Mizen Head lag dann der Brow Head, der südlichste Punkt Irlands. Das erste Stück dorthin kann man noch mit dem Auto fahren, aber dann muss man durch kniehohes Gras weiterlaufen, bis man zu einem verfallenen Gebäude kommt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Landzunge, die den südlichsten Punkt der Insel markiert, sowie auf die nächste Bucht mit ihrem riesigen Sandstrand.

Leider hatten wir keine Zeit für eine Pause an diesem Strand – es war schon wieder spät geworden und wir wollten ja noch zum Mizen Head. Dort kamen wir kurz vor dem Ende der Öffnungzeiten an und wurden als letzte zur ersten Aussichtsplattform auf dem Weg zur “Signal Station”, dem Leuchtturm an der Südwestspitze von Irland gelassen, von wo wir einen tollen Blick auf die Küste hatten.

Dann liefen wir weiter zu der weißen Bogenbrücke, die zum Leuchtturm führt, und von dort weiter auf die nächsten Klippen, von denen wir die Halbinsel Sheep’s Head und sogar den Ring of Beara sehen konnten.

Zum Abschluss unseres Besuches guckten wir uns noch die “Signal Station” an, an deren Ende sich der südwestlichste Punkt Irlands befindet. Hier war man dem Wind absolut ausgesetzt und konnte deswegen teilweise kaum atmen – auch hier also ein wahrlich atemberaubendes Erlebnis!

Ganz am Ende schauten wir uns noch die kleine Ausstellung über den Leuchtturm und das Leben des Leuchtturmwärters, über die Halbinsel und über die Tiere, die auf der Halbinsel sowie im Wasser drum herum leben, an, die sich im Leuchtturmgebäude befindet. Leider sahen wir keine Wale, die hier eigentlich öfter mal vorbeischwimmen, sondern nur Seetang, der von den Wellen an die Wasseroberfläche getrieben wurden. So oder so hat uns der Mizen Head aber richtig gut gefallen und uns einen perfekten irischen Tag am Meer beschert.

Auf dem weiteren Weg, den wir an diesem Tag zurücklegten, sahen wir dann noch ganz viel Irland. Wir hatten nämlich noch einiges an Strecke vor uns, weil wir bis nach Killarney fahren wollten. Das Städtchen hatte sowohl Dörthe als auch mir bei unseren vorherigen Besuchen immer richtig gut gefallen und Christian freute sich auch auf die vielen Pubs, die wir ihm versprochen hatten. Und so belohnten wir uns in Killarney nach einer langen Fahrt an den verschiedenen Halbinseln vorbei, durch Glengariff und Kenmare und schließlich über die Kerry Berge sowie durch den Killarney Nationalpark (inklusive kurzem Stop am Torc Waterfall) mit wohlverdienten Guinness und Bulmers.

Am nächsten Tag frühstückten wir in aller Ruhe (wir waren mal wieder die letzten), bummelten noch einmal durch Killarney und machten uns dann auf den Rück weg nach Athlone, wo Dörthe uns bei einem Spaziergang durch die Stadt ihre Schule zeigte und wir dann in einer Bar miterlebten, wie Deutschland die Niederlande mit 2:1 besiegte. Schließlich ließen wir den Abend in Sean’s Bar, dem ältesten Pub Irlands, ausklingen, wo wir das Glück hatten, noch einmal eine irische Musik-Session mitzuerleben.

Donnerstags hieß dann für Dörthe endgültig Abschied nehmen: gegen Mittag nahmen sie und Christian den Bus zum Flughafen. Ich räumte noch die letzten Überbleibsel in Dörthes Wohnung zusammen, bevor ich mich auf den Rückweg nach New Ross machte, wo ich gegen 18.00 Uhr ankam.

The last travelling days included Annestown Beach, Cork City, the colorful village of Kinsale with its famous Charles Fort, a fantastic hostel in the middle of nowhere near Skibberren with lovely hosts, a trampolin and a hot tub, Baltimore, Mizen Head Peninsula with Ireland’s most southerly point, Brow Head, and Mizen Head Signal Station with the famous white bridge at Ireland’s most south-western point, Killarney and a wonderful final evening for Dörthe and Christian in Sean’s Bar, Ireland’s oldest pub, before they flew home to Germany on Thursday afternoon while I headed back to New Ross for my last days here.

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Wir kamen gerade noch passend zum Anpfiff in Corcoran’s Pub an und freuten uns über einen Platz im Biergarten, weil sich auch draußen ein Fernseher befand, auf dem wir das Spiel Deutschland-Portugal sehen konnten. Natürlich haben wir uns Deutschlandflaggen ins Gesicht gemalt – und nicht nur uns: auch einige Iren waren ganz begeistert von unserem Deutschland-Make-up und wollten angemalt werden. Außerdem trafen wir auch einige deutsche Auswanderer, die sich über die Deutschlandfahne im Gesicht sehr freuten.Die Stimmung war jedenfalls total gut, die Iren waren irgendwie alle für Deutschland und als dann das 1:0 fiel, haben wir natürlich sämtliche Jubelfähigkeiten zur Schau gestellt.

Nach Spielende blieben wir noch am Kamin sitzen und fanden natürlich schnell Anschluss. Besonders Christian erfreute sich besonderer Beliebtheit – bei einer irischen Männergruppe, die ganz begeistert von seinen Versuchen waren, englisch bzw. irisch zu sprechen, und sogar anfingen, ihm Getränke auszugeben! Ich bin zwischendurch kurz nach Hause gefahren, um die Hunde ins Bett zu bringen, und als ich wiederkam, traf ich die anderen drinnen im Pub wieder. Dort fand nämlich ein irisches Familientreffen statt und Dörthe und Christian waren spontan als “cousins from Germany” in die Familie aufgenommen worden. Ich wurde als weitere Cousine vorgestellt und so verbrachten wir noch einige Zeit damit, lustige Gespräche über die Lage von verschiedenen Städten in Europa (“Ich war schon mal in Budapest – ist das in der Nähe von Düsseldorf?”) zu führen.

Wir alle waren uns einig: die lustigsten Abende erlebt man dort, wo man es eigentlich gar nicht erwartet: nicht in den großen Städten, sondern in den kleinen Dörfern irgendwo in Irland…

We arrived just in time at Corcoran’s pub in New Ross to see the kick-off of the first soccer game of the German team – it was a remarkable one for us, not only because Germany won 1-0 but also because all the Irish in the pub cheered for Germany! Moreover, we met some Germans whom we were talking to later in the course of the evening.

At some point in time, I went home to let the dogs into the house while the others stayed in the pub. When I came back, Dörthe and Christian had gone inside where a family gathering took place – and they had been “adopted as the cousins from Germany” there! I was introduced as another “cousin” and so we spent the evening talking about the location of different European cities  (“I’ve been to Budapest once – is that near Düsseldorf in Germany?”). Very funny!

So it was proven again – the most entertaining and remarkable evenings in Ireland happen where you don’t really expect them to happen: not in the larger cities, but in the smaller villages somewhere in the country…

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Direkt zum Ferienbeginn machte ich eine der extremsten Erfahrungen meines Irlandjahres, und zwar die Besteigung des Croagh Patricks, des heiligen Berges der Iren. Ich hatte ja in Glendalough ein ganz bisschen Bergsteigererfahrung gesammelt, aber der Croagh Patrick war nochmal eine ganz andere Hausnummer…

Aber der Reihe nach – die Ferienzeit fing ja ganz entspannt an… Auf dem Plan stand, noch einige Regionen Irlands zu bereisen, in denen ich noch nicht (so oft) gewesen bin, und dabei noch einige der anderen Assistenten zu treffen. So fand sich Samstag abend Tara bei mir in New Ross ein und Sonntag mittag machten wir uns auf den Weg Richtung Norden. Ein erster Zwischenstop fand in Athlone statt, wo wir bei Dörthe zu Abend aßen. Dörthe hatte eigentlich geplant, danach mit uns mit zu kommen, aber sie war auch noch mit Von-der-Schule-Erholen und Aufräumen und Packen beschäftigt und entschloss sich daher, zu Hause zu bleiben.

So fuhren Tara und ich abends alleine weiter und kamen kurz nach 22.00 Uhr in Carrick-on-Shannon, Jakobs Wohnort, an (wir hatten unterwegs unfreiwillig ein paar Landstraßen getestet). Den Pub, wo wir Jakob treffen wollten, fanden wir dann aber doch relativ schnell. An diesem Sonntag spielte Jakob nämlich seine letzte “Traditional Session” in Carrick-on-Shannon – er hatte ja während der Fremdsprachenassistentenzeit gelernt, Bodhrán, eine traditionelle irische Trommel, zu spielen, und sich einer Gruppe von Musikern angeschlossen, die jeden Sonntag abend im Pub zusammen musizierten.

An diesem Abend waren ziemlich viele Musiker da, die aber echt gut miteinander harmonierten. Zwischendurch standen auch immer mal wieder irgendwelche Leute auf und trugen einfach ein Lied vor… Insgesamt war es also ein richtig toller und vor allem sehr irischer Abend – ich war jedenfalls total glücklich, zum Ende meines Irlandjahres eine echte irische “Session” miterleben zu dürfen!

Am nächsten Tag fuhren Tara und ich weiter nach Ballinrobe, wo wir Jenny einsammeln wollten. Wir kamen am frühen Nachmittag an und stärkten uns erstmal mit einem Tee, bevor wir Richtung Westport aufbrachen. Kurz dahinter liegt nämlich der Croagh Patrick. Und der machte uns von Anfang an klar, dass ein Aufstieg keine leichte Sache sein würde. Es ging nämlich mehr oder weniger gerade den Hügel hoch, und zwar nicht auf einem gut ausgetretenen Wanderpfad, sondern auf einem von Steinen durchzogenen Weg, der mich froh und dankbar für meine Wanderschuhe machte. Immerhin entschädigte der Blick über die Bucht, ebenfalls von Anfang an, für die Strapazen.

Je höher wir kamen, desto besser konnten wir – auch dank des wider Erwarten guten Wetters – die vielen kleinen Inseln in der Bucht sehen…

Nach dem ersten Teil des Aufstiegs konnten wir uns auf einem ebenen Stück Weg ein bisschen erholen und den Blick auf die Inseln und auch ins Landesinnere genießen, bevor die eigentliche Anstrengung, nämlich der Aufstieg zum Gipfel, begann.

Es ging einfach gerade die Flanke des Berges hinauf – im gefühlten 45° Winkel! Wie steil das ganze in Wirklichkeit ist, kann man auf dem ersten Croagh-Patrick-Foto, das ich hier gepostet habe, eigentlich nur erahnen. Erschwerend kam hinzu, dass hier überhaupt kein richtiger Weg mehr existierte, sondern nur noch eine Geröllhalde, sodass man bei jedem Schritt aufpassen musste, die Füße richtig zu setzen…

Am Ende musste man sich wirklich zu jedem einzelnen Schritt überwinden…. Wenn man dann aber oben ist (in unserem Fall knapp 2,5 Stunden, nachdem wir losgegangen waren), vergisst man die Strapazen doch relativ schnell. Der Blick über die Bucht ist atemberaubend! (Das fand auch der Schokohase, den Dörthe uns tags zuvor als Reiseproviant mitgegeben hatte.)

Und ja, ich war tatsächlich oben!

Einen Stein hatte ich in alter Pilgertradtion auch noch mit hochgeschleppt; den habe ich nach einer kurzen Erholungs-Sandwich-Pause, in der wir von fiesen kleinen Mücken fast aufgefressen worden sind, zu all den anderen Steinen gelegt, die den Gipfel des Croagh Patrick ausmachen.

Nach einem kurzen Aufenthalt machten wir uns wieder an den Abstieg. Der ging zwar etwas schneller als der Aufstieg, aber man musste sich wirklich total konzentrieren, um da einigermaßen heile wieder runter zu kommen. Es ist echt schwer zu glauben, dass es tatsächlich Leute gibt, die hier barfuß hoch und wieder runter pilgern, aber wir haben auf dem Rückweg tatsächlich zwei Jungs getroffen, die genau das gemacht haben…

Wir Mädels waren aber mehr als froh über unsere Wanderschuhe und kamen so nach mehr als vier Stunden am und auf dem Croagh Patrick heile wieder am Auto an.

Auf dem Rückweg fuhren wir kurz durch Westport, bevor wir in Ballinrobe kurz vor Schließung des einzigen Supermarktes, der am Bank Holiday überhaupt geöffnet hatte, noch Tiefkühlpizza für alle ergattern konnten. Und die hatten wir uns auch echt verdient! Nach dem Abendessen sind wir dann nur noch hundemüde ins Bett gefallen…

Am nächsten Tage wollten Tara und ich eigentlich nach Inis Mór (Inishmore), also auf die größte der drei Aran Islands fahren, aber da es ununterbrochen regnet und total diesig ist, ließen wir das sein und fuhren ein bisschen an der Küste der Galway Bay entlang, bis wir am Coral Beach landen, einem Strand, der nur aus Korallen besteht.

Dort sammele ich natürlich einige Minikorallen ein und dann geht es wieder zurück nach Galway, wo wir ein bisschen Zeit in der Stadt verbringen. Am späten Nachmittag fahren wir dann zurück nach Athlone und übernachten wieder bei Dörthe, bevor es am nächsten Tag weiter Richtung Osten geht. Das war also der erste der drei Abschnitte meiner letzten zwei Reisewochen in Irland!

I had several travel plans for my last two weeks in Ireland – and one of them involved climbing Croagh Patrick, Ireland’s holy mountain, which turned out to be the most extreme experience of my year in Ireland. But let me tell the whole story in sequence…

On Saturday evening, Tara arrived in New Ross, and on Sunday, in the early afternoon, we drove up to Athlone, where we had dinner at Dörthe’s flat. From there, Tara and I went on to Carrick-on-Shannon (Dörthe had planned to come with us, but she realized she was too tired and so she stayed at home). We arrived in Carrick at about 10pm and went to a local pub where we met Jakob, who had learned to play the Bodhrán, a traditional Irish drum, during his year in Ireland and had joined some musicians who met at that pub every Sunday to play their instruments together. For me, it was a very nice and very Irish experience – all the traditional instruments and songs and all the happy people in the pub…

On Monday, Tara and I went on to Ballinrobe, where we met Jenny, who wanted to climb Croagh Patrick with us. So we arrived at the bottom of the mountain in the afternoon and started our strenuous uphill climb. At the beginning, there was a stony path which lead us straight up the hill. It was exhausting from the beginning onwards, but, on the other hand, the views were worth it from the beginning, too. After 1/3 of the climb, there was a level path where we could see the beautiful region of Connemara as well as the bay. There we could relax a little before the final part of the climb began, which lead us straight up the mountainside! This part was aggravated by the fact that there was no paved path – just stones! You really had to watch every single step of your feet…

After 2,5 hours, we finally reached the top of the mountain where we enjoyed the breathtaking views over the bay as well as some well-deserved sandwiches and chocolate before climbing downhill again. It is almost unbelievable but there actually are people who make a pilgrimage up here barefoot!

Of course, we were quite tired when we finally arrived at the car, but we still drove through Westport to have a look at this lovely little town. But nothing more, we decided to drive on to Ballinrobe after a couple of minutes… Arriving there, we bought some frozen pizza – again, well deserved – before going to bed.

On Tuesday, Tara and I wanted to go to Inismór (Inishmore), the largest of the three Aran Islands, but unfortunately the weather was so bad that we decided not to go. We spent the day at the coast of the Galway bay instead, stopping at Coral Beach (which consists of millions of little corals!) and Galway city before returning to Athlone, where we spent the night at Dörthe’s appartment again. So this was the first part of my final Irelandholidays, and a very exciting one it was!

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Am 21. Mai war Irland mal wieder in Sommerlaune, und da ich ja noch frei hatte, konnte ich Dörthe und Sophia zum Hook Head begleiten – eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte, auch wenn ich etwas müde war…

Wir liefen zuerst ein bisschen am Leuchtturm herum, bevor wir zum Baginbun Head fuhren und dort eine gemütliche Stunde am Strand verbrachten – inklusvie Zehen-ins-(eiskalte)-Wasser-Halten!

Great sunshine on May 21st – perfect conditions for driving to Hook Head, walking around the lighthouse, sitting on the beach at Baginbun Head and just enjoying the sun! And this is exactly what Dörthe, Sophia and I did on that Monday…

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Gegen halb 8 kam ich nach meinem Besuch im Fota Wildlife Park endlich in Tralee an. Tara war schon aus dem Haus – es stand nämlich noch das Sommerfest ihres Kollegiums an, das dann später in ihre Party übergehen sollte… Ihre Mitbewohnerin Karen war allerdings noch zuhause, und Jenny und Jakob waren auch schon da, sodass wir den Abend starten konnten. Es gab Pizza und das ein oder andere kalte Getränk, während wir zur Unterhaltung Musikvideos anguckten, die Jakob als guter Musikstudent fachmännisch analysierte.

Während Jakob, der einen ruhigen Abend verbringen wollte, kurz darauf losfuhr, um in sein Hostel einzuchecken, machten Jenny und ich uns für die Feierei fertig. Unterdessen kam Jakob wieder zurück – bei seinem Hostel hatte ihm niemand die Tür aufgemacht und so musste er in Taras Haus übernachten, wo später noch eine Hausparty geplant war. Dementsprechend sollte zwar der Abend, nicht aber die Nacht ruhig werden. Aber dazu gleich mehr.

Jenny, Karen und ich gingen erstmal in ein Pub, wo wir ein paar Minuten lang blieben, bis es weiter in den gegenüberliegenden Club ging. Dort beschäftigten Jenny und ich uns mit der Getränkeauswahl, mit der Tanzfläche und mit der Unterhaltung mit anderen Deutschen, die wir natürlich, wie immer in Irland, sogleich ausfindig gemacht hatten. Irgendwann kamen dann auch Tara und ihre Kollegen dazu und wir alle tanzten, bis die Lichter angingen. Das war gegen drei Uhr morgens… Danach ging es mit dem Taxi zurück zum Haus, wo die Party bis morgens um halb 7 weiterging – es entstanden äußerst lustige Unterhaltungen und einige Partygäste besuchten Jakob in seinem Zimmer, sodass der Arme ebenfalls bis morgens um halb 7 wach war. Als es draußen schon hell wurde, warfen Tara, Jenny und ich die letzten Gäste (alles Lehrer) raus und gingen dann endlich ins Bett.

Am nächsten Tag waren wir alle erstaunlich fit, was auch gut war – Tara hatte nämlich geplant, dass wir am Strand reiten gehen! Total cool! Karen kam auch mit, weil sie den Stallbesitzer kannte, und so arrangierte sie, dass sie und ich in jeder beliebigen Gangart vorausreiten durften, wenn wir wollten. Noch viel cooler! Zum Glück hat es nicht geregnet, mein Pferdchen hat alles gemacht, was ich wollte (es hat sich sogar teilweise in ein Seepferdchen verwandelt) und es war eine richtig tolle Stunde auf dem Pferderücken!

Auf dem Hof stand auch noch ein süßes Fohlen, das ganz zutraulich in meine Kamera blickte…

Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns gleich wieder für den Abend fertig. Schließlich stand heute das Champions League Finale an… Zunächst waren wir immerhin noch einigermaßen optimistisch…Aber über den Ausgang des Spiels muss ich, glaube ich, nichts sagen… Der Ausgang unseres Abends war dagegen mal wieder typisch irisch: wir waren natürlich gleich als Deutsche erkannt worden und wurden daraufhin von einem Pubbesucher zur Geburtstagsfeier eines Freundes, der einen deutschen Vater hatte, eingeladen. Wir zögerten natürlich zuerst, aber ein “nein” wurde nicht akzeptiert. Und so fanden wir uns gegen Mitternacht in einem irischen Privathaushalt in Tralee wieder, zusammen mit den Eltern und Gästen des Geburtstagskindes sowie einem luxuriösen kalten Buffet und einer Bierzapfanlage. Eine sehr skurrile Situation irgendwie (nicht wegen des kalten Buffets, das war super, sondern weil wir logischerweise niemanden kannten, nicht mal das Geburtstagskind, aber das störte niemanden). Letztendliche war das ganze also auch wieder richtig lustig. Die Nacht war dann auch eher kurz…

Am nächsten Morgen mussten wir uns erstmal mit einem irischen Frühstück stärken, bevor es auf nach Dingle ging. Dort machten wir auf dem Weg zum Connor Pass Halt an einem Bergsee, bevor wir am Pass selbst die Aussicht genossen.

Danach ging es weiter nach Dingle, wo wir bei Murphy’s ein Eis genossen und ein bisschen durch die bunten Gassen bummelten.

Am frühen Nachmittag machten Jenny, Tara und ich uns dann wieder auf den Rückweg. Ich musste nämlich abends in New Ross sein, weil ich mich dort mit Dörthe und ihrer Schwester Sophia treffen wollte, und Jenny musste eh abends in Limerick sein, um ihren Bus nach Ballinrobe zu erwischen. Also führte mich der Rückweg diesmal über Limerick, wo ich Jenny am Busbahnhof absetzte, und machte mich dann auf den langen Heimweg nach Hause, wo ich zeitgleich mit Dörthe und Sophia eintraf. Die beiden kochten noch schnell ein Abendessen und ließen mich freundlicherweise daran teilhaben, bevor wir alle hundemüde ins Bett fielen.

After my visit in Fota Wildlife Park, I arrived at Tara’s house in Tralee at about 7.30 pm, where I met Jenny, Jakob and Tara’s flatmate Karen. Tara herself was at a staff party already, but we met her later on in a club after we had dinner and got ready for the night.

Before Tara arrived, Jenny and I (Jakob stayed at home because he needed a quiet evening, as he said) met some Germans in the club – as you always do in Ireland – and we stayed there til about 2.30 in the morning, because that was the time when the pub was closing. Some of the teachers of Tara’s school and us girls went to Tara’s place afterwards where we continued the birthday party until 6.30 in the morning…

After some hours of sleep, we went to Castlegregory on the Dingle Peninsula, because Tara had arranged something special for her birthday – horseriding on the beach! Karen knew the owner of the stable and so she and I were allowed to ride as fast as we wanted to. So we could walk and trot and even canter on the beach as well as in the sea! Great stuff! It was such a fabulous experience…

In the evening, we went to a pub again to watch an important soccer match – the Champions League final between Bayern München, a German team, and FC Chelsea. Unfortunately, Bayern München lost and we were all a bit depressed – as were half of the people in the pub, who were cheering against Chelsea (because they are an English team). And of course, one of those people realized that we were Germans and so he invited us to a birthday party where he himself was invited to – because the father of the birthday boy was German… Thus, we spent the evening at a birthday party where we knew nobody – but nobody cared really, we rather received a warm welcome, as it is typical in Ireland.

The night was short again, and so we slept in on Sundy. Then we all had a full Irish breakfast before heading on to Dingle again, where we enjoyed the spectacular views at the Connor Pass once more as well as some icecream at Murphy’s in Dingle Town. While Jakob and Dominic stayed in Dingle, Jenny, Tara and I left the town in the early afternoon because Jenny had to return to Ballinrobe that day and I had to go back to New Ross to meet Dörthe and her sister Sophia in the evening. I gave Jenny a lift to Limerick from where she wanted to take the bus to Ballinrobe and then drove on to New Ross, where I arrived pretty much in the very minute that Dörthe and Sophia arrived. We had dinner together and went to bed soon after that.

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Als ich im März nach einem Besuch bei Dörthe von Athlone zurückfuhr, stellte ich fest, dass es – wider Erwarten – doch Busverbindungen zwischen irischen Städten gibt, die nicht über Dublin führen: mir kam nämlich ein Bus aus südlicher Richtung entgegen, der nach Athlone fuhr und dementsprechend nicht aus Dublin kommen konnte. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass es tatsächlich eine direkte Busverbindung zwischen Athlone und Waterford gab. So gab es also für Dörthe tatsächlich eine Möglichkeit, mich auch mal zu besuchen.

Wir hatten uns für das Wochenende rund um den 21. April verabredet. Dörthe kam samstags gegen Mittag in Kilkenny an, wo wir erstmal einen kleinen Stadtbummel unternahmen und dann noch zum Lunch in dem Café einkehrten, in dem ich damals auch mit Mama Scones gegessen und Kakao getrunken habe, bevor wir nachmittags Richtung New Ross fuhren. Von da aus ging es gleich weiter zum Hook Head. Unterwegs stoppten wir natürlich auch am Duncannon Beach, wo sich wieder einmal zeigte, wie nah Sonne und Regen in Irland beieinander liegen.

(Das Regenschauer ist übrigens zum Glück an uns vorbeigezogen…).

Von Duncannon aus ging es weiter zum Hook Head Lighthouse, wo es ziemlich windig war, sodass wir jede Menge sich an den Klippen brechende Wassermassen bewundern konnten – die natürlich auch jede Menge Gischt mit sich brachten. Wie immer war das ein großartiges Spektakel!

Am Sonntag fuhren wir nach Waterford, wo wir eigentlich ein bisschen durch die Stadt laufen wollten und dann noch weiter nach Annestown an den Strand fahren wollten. Daraus wurde am Ende nichts – wir waren nämlich in Shoppinglaune, genossen unseren “ganz normaler Mädchennachmittag” total und fuhren danach aus Zeit- und Wettergründen direkt zurück nach New Ross.  Abends stand dann noch der Chorauftritt meiner Vermieterin an (ihr Chor sang Händels “Messias” in der St. Mary’s Church), für den ich schon länger eine Karte gehabt hatte, und so ging ich um kurz vor acht nochmal aus dem Haus, während Dörthe, die bereits eine “Messias”-Aufführungen gesehen hatte, den Abend zuhause verbrachte.

Nach dem netten Wochenende hieß es dann am Montag “ran an die Arbeit!”, und das galt sowohl für Dörthe als auch für mich. Weil Vincent die ganze Woche über mündliche Prüfungen an anderen Schulen überall im Land durchführen würde, sollte ich alle Deutschklassen übernehmen. Und da die Schüler ja mittlerweile an zwei Personen im Klassenraum gewöhnt sind, machte ich kurzerhand Dörthe zu meiner Assistentin. Die Jungs waren natürlich begeistert von gleich zwei Blondinen als Lehrerkräfte;) und benahmen sich ganz gut (und immer, wenn sie zu ihrer gewohnten Lautstärke zurückkehrten, haben wir ihnen angedroht, dass “Frau Metzler morgen nicht wiederkommt”, und das hat echt gut funktioniert – im Krieg und im Klassenraum sind halt alle Mittel erlaubt…).

Tatsächlich kam Dörthe am Dienstag wirklich nochmal mit in die Schule, bevor ich sie dann nach Thomastown zum Nachmittagsbus brachte. Wie wertvoll eine zweite Person im Klassenzimmer ist, erkannte ich dann am Mittwoch – alleine ist es doch ganz schön schwierig, eine Horde von 28 First Years zu bändigen… Davon mal abgesehen, liefen meine Stunden echt gut (trotdem war ich froh, als die Woche vorbei war – die Jungs wissen eben ganz genau, dass ich nur die Assistentin bin, und waren nicht immer zur Mitarbeit bereit, was ganz schön anstrengend sein kann). So oder so war es auf jeden Fall eine weitere wertvolle Erfahrung für meinen späteren Job!

From April 21st to April 24th, Dörthe came down to the “sunny Southeast” in order to visit me there. On Saturday, we met in Kilkenny at about noon and spent some time there, having a look at Kilkenny Castle and the Design Center as well as the High Street, before we had lunch the cute little café where I had coffee with my Mum back in October.

After that, we went back to New Ross and then straight on to the Hook Head. On our way, we stopped at Duncannon Beach, where we got a good taste of the Irish weather: sun and rain almost at the same time! (Or at least loads of rain clouds –  the rain apparently went down on New Ross rather than on the Hook Head. Lucky us!). And the weather was really nice again by the time we arrived at the lighthouse: blue sky and sunshine – and loads of wind, so that the sea made massive waves. A great sight, as always!

On Sunday, we planned to go to Waterford first and, after that, to Annestown Beach, but we had such a good time in Waterford, shopping and thus spending just a normal “girls afternoon”, that we decided to call it a day after that – the weather was not too good anyway and it was already quite late already. Thus, we went back to New Ross. There we enjoyed a homemade dinner – hamburgers and chips – before I went to St. Mary’s Church, where my landlady’s choire was singing Händels “Messiah”. Dörthe, who had seen a performance of the “Messiah” not too long ago, decided to stay at home and enjoyed a relaxed evening at home.

After this easy-going weekend, it was working time on Monday. Yes, on Monday! This is usually my day off, but since Vincent had to do oral examinations all week long and all over the country, I had offered to do all his German classes.  Dörthe accompanied me – so I, the assistant, actually had my own assistant teacher! It was really nice to have help in the class room, and of course the lads were delighted to have two young female blonde teachers;). They behaved quite well, so that Dörthe decided to come back in again on Tuesday. But in the afternoon, she had to return to Athlone, so that I was all alone in the classroom from Wednesday onwards. Actually, the rest of the classes this week worked out quite well – the first years were a bit hyperactive, which annoyed me to some extend, but in the end I was quite happy with the course of the week. It definitely was a good experience and will surely turn out to be very valuable for my own teaching in Germany, which will start after the summer holidays (i.e. in September)…

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