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Archive for May, 2012

Für den Sonntag hatten Tara und ich etwas geplant, was seit dem Anfang des Irlandaufenthaltes auf unserer “Irland-to-do”-Liste stand: wir wollten Fungie, den berühmtesten Delfin der Insel, besuchen. Praktischerweise wohnt Fungie in der Dingle Bay und so bekam ich die Gelegenheit, noch einmal nach Dingle zu fahren – die Halbinsel ist definitiv einer meiner Lieblingsorte in Irland.

Wir machten uns also morgens auf dem Weg zu Connor Pass, wo wir es kaum aus dem Auto raus schafften, weil es so unglaublich windig war! Sobald wir dann draußen waren, hatten wir wirklich Mühe, gerade zu stehen und die Kameras einigermaßen ruhig zu halten. Teilweise bliesen uns solche Böen ins Gesicht, dass wir kaum atmen konnten –  es war sooo cool! Ich wollte eigentlich gar nicht zurück ins Auto;)…

Nach einiger Zeit fuhren wir dann aber doch weiter, denn wir wollten Fungie ja nicht warten lassen. Und so parkten wir das Auto in Dingle und gingen zum Hafen, wo die nächste Tour zu dem Delfin in wenigen Minuten starten sollte. Juhu! Vielleicht ein kleiner Exkurs zu Fungie: Fungie ist ein großer Tümmler, der im Jahre 1983 zum ersten Mal in der Bucht auftauchte – und sich seitdem weigert, sie zu verlassen. Er wurde natürlich in kürzester Zeit zum Touristenmagnet und so fahren heutzutage jeden Tag jede Menge Touristen in kleinen Fischerbooten aufs Meer, um einen Blick auf ihn zu werfen. So auch wir.

Am Anfang war der spektakulärste Blick derjenige auf Dingle vom Wasser aus, aber dann, nach einiger Zeit auf dem Wasser, tauchte Fungie tatsächlich zur Freude aller Beteiligten auf und so begannen die zahllosen Versuche, ein Foto von ihm zu machen. Denn wenn Fungie auch sehr zuverlässig darin ist, in die Nähe der Tourboote zu kommen, so weiß man nie genau, wo er gerade auftaucht. Und er taucht dann auch schnell wieder ab… Immerhin habe ich seine Rückenflosse ein paar Mal erwischt;).

Wir waren sehr erleichtert, Fungie tatsächlich zu sehen. Denn Delfine haben eine Lebenserwartung von ca. 25 Jahren und dieses Alter hat Fungie mittlerweile längst erreicht… Er ist aber offensichtlich immer noch gesund und munter und hat weiterhin seinen Spaß, sich den Touristen zu präsentieren!

Am Ende unseres Fungie-Ausfluges kam ich ihm dann noch ganz nah und er hat für das Foto extra still gehalten…

Bevor wir Dingle verließen, wärmten wir uns noch bei Murphy’s mit einer heißen Schokolade auf – die war auch bitter nötig nach der Stunde auf See! Danach ging es von Dingle aus zum Slea Head Drive, den ich ja eigentlich schon von meinem Besuch im November kannte. Aber es war toll, das ganze mal im Sonnenschein zu sehen. Und ich habe mich besonders gefreut, einen alten Freund wieder zu treffen, nämlich die zutrauliche Möwe, die genau wie beim letzten Mal auf einer Steinmauer saß und sich mit uns unterhielt.

Der nächste Stop war dann am Dingle Pier, das eines der berühmtesten Postkartenmotive Irlands ist. Allerdings ist es in Wirklichkeit viel kleiner, als man das von den Postkarten her denken würde… So oder so war ich froh, dass Tara mittlerweile wusste, wo sich das Pier befindet – es ist etwas versteckt in Dunquin – sodass ich es zu meiner Sammlung von “Fotografien von bekannten Orten in Irland” hinzufügen konnte.

Auch in der zweiten Hälfte des Slea Head Drives gab es spektakuläre Aussichten an jeder Ecke und wie immer hatten wir richtig viel Spaß bei unserer Fahrt durch die Lande…

Der Slea Head Drive brachte uns schließlich wieder zurück nach Dingle, und von da aus machten wir uns auf den Rückweg nach Tralee. Unterwegs hielten noch an Inch Beach, der einer der größten Strände ist, die ich bis jetzt in Irland gesehen hatte.

Nach einer kurzen Pause in Tralee machte ich mich dann auf den Rückweg nach New Ross, weil ich Montag in die Schule gehen wollte, um Vincent persönlich über meine Woche als Lehrerin zu berichten. Die Rückfahrt war kein Problem – mittlerweile kenne ich den Weg wirklich auswendig – und so kam ich spät abends in New Ross an, glücklich über ein weiteres tolles Kerry-Wochenende!

Tara and I had great plans for Sunday 29th: we finally wanted to visit Fungie, Ireland’s most famous dolphin, which has been living in Dingle Bay since 1983. Lucky me that you obviously have to drive to Dingle in order to see him, because Dingle is definitely one of my favourite spots in Ireland.

We went to Dingle Town via the Connor Pass, which offered yet another stunning view on Tralee Bay – and loads of gusts of winds! We could hardly get out of the car, and then it was really difficult to stand up straight… The place was literally breathtaking, because it was actually hard to breathe at all in times…

After some time up there, we went down to Dingle, where we boarded a little fisher boat which would bring us out on the water to see the dolphin. He turned up in no time and everybody tried to take pictures of him – which was not that easy because it was always unpredictable where he would appear. At least I got a couple of shots of his dorsal fin!

It’s been quite cold out on the water and so we warmed up with a hot chocolate at Murphy’s before leaving Dingle, heading on to the Slea Head Drive. I actually knew that coastal road from my last visit in November, but it was nice to see it again in the sunshine. And we even met an old friend of ours – the seagull which sat on a stone wall as it did the last time we were there.

We also found Dingle Pier this time, which is one of Ireland’s most well-known places due to the thousands of postcards which have it as a motive. Funnily enough, it looked much larger in all the pictures, but it was still nice to see it in reality.

Continuing our drive, we had so many stunning views on cliffs and beaches after nearly every bend in the road. It was just brilliant! We finally arrived back in Dingle in the early afternoon and headed back to Tralee. On our way, we stopped once more, at Inch Beach, which is one of the largest beaches that I’ve seen in Ireland so far.

After a little break in Tralee, I went home to New Ross, because I wanted to go to school on Monday in order to tell Vincent everything about my teaching attempts of the previous week in person. I arrived late in the evening and went to bed straight away, very happy after another lovely Kerry-weekend!

 

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Da ich beschlossen hatte, in den letzten Wochen meines Irlandaufenthaltes kein Wochenende ungenutzt zu lassen, fuhr ich am 27. April direkt nach der Schule zu Tara in Tralee – schließlich gibt es in Kerry noch soooo viele schöne Ecken zu entdecken…

Eine davon ist sicherlich die Halbinsel “Beara”, die südliche und kleinste der berühmten Halbinseln Kerrys (tatsächlich liegt sie zur Hälfte im County Cork)  und Irlands. Auch hier gibt es eine Straße, die ringsherum führt, und zwar den Ring of Beara. Und genau das war Taras und mein Ziel für den 28. April. Wir machten uns also morgens auf den Weg nach Kenmare, wo der Ring of Beara losgeht, und folgten einfach der Küstenstraße. Aber nach einigen Kilometern bogen wir links ab, um über den Healy Pass zur Südseite der Insel zu gelangen. Auf dem Weg dorthin zeigte Tara mir einen verlassenen Pub samt lustiger Dekoration auf der anderen Straßenseite – oder wie auch immer man ein Miniaturhaus und eine überwachsene Zapfsäule samt Bierwerbung nennen will…

Danach ging es immer weiter den Berg hinauf, und natürlich boten sich dabei tolle Aussichten auf Beara, die Bucht im Norden der Halbinsel sowie den Ring of Kerry.

Oben am Healy Pass ließen wir uns dann den Wind um die Nase wehen und guckten uns schonmal den “Abstieg” an – runter ging es nämlich über eine höchst kurvenreiche Straße…

Unten kamen wir duch Adrigole und Castletownbere, und kurz hinter diesem Städtchen fanden wir die Abzweigung zu einem kleinen Steinkreis, den wir natürlich gleich besichtigten (inklusive irrem Tanz durch die Steine).

Von Castletownbere war es noch ein ganz schönes Stück zum Ende der Insel, wo wir eine Besonderheit Irlands austesten wollten, nämlich die einzige Seilbahn der Insel. Unterwegs wurden wir etwas aufgehalten…

…und so kamen wir gerade noch rechzeitig für die letzte Fahrt des Tages an (und es waren auch keine Schafe oder Kühe da, die hätten nämlich Vorrang gehabt – Glück gehabt!), sodass wir einmal nach Dursey Island fuhren, kurz ausstiegen und dann wieder zurückfuhren. Es war auf jeden Fall eine lustige Fahrt in der kleinen Gondel.

Zurück auf dem Festland machten wir noch eine kurze Picknickpause, bevor es dann an der Nordküste entlang zurück Richtung Kenmare ging.

In Kenmare stärkten wir uns noch mit einer riesigen Portion von frisch zubereiteten Fish/Chips, bevor wir spätabends wieder in Tralee ankamen.

Since I’ve decided to see as many places as possible during the last couple of weeks of my stay here in Ireland, I visited Tara on the last weekend of April, driving to Tralee on April 27th right after school, in order to see some more parts of County Kerry.

The weather was quite allright on Saturday, April 28th, and thus we decided to go to Beara Peninsula, the most southern and smallest of Kerry’s famous peninsula (and County Cork’s, actually – half of it is situated in there). We had started at Kenmare and took the road in the northern part of the peninsula then, which was not too spectakular at first (apart from a deserted pub and its “decoration” – a miniture house and a gas pump with a beed ad). But then we were heading towards Healy Pass and had stunning views over the peninsula and the bay in the north.

On our way down and along the south coast, we passed Adrigole and Castletownbere, where we stopped at a stone circle (and where we did funny little dances around the stones;)), before finally reaching the end of the peninsula, where yet another of Ireland’s curiosities was waiting for us, namely the only cable car of the island. This cable car links Beara with Dursey Island, and we were just in time for the last crossing (as we were delayed on our way down there by some sheep on the street), so we went over to Dursey, stepped out of the the car for a minute, went back in again and were brought back to the mainland. It was a really funny ride though!

After that we drove home on the northern side of Beara, admiring once more the great views, until we finally reached Kenmare. There we ate freshly made fish&chips for dinner before finally going home to Tralee, where we arrived late in the evening.

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Als ich im März nach einem Besuch bei Dörthe von Athlone zurückfuhr, stellte ich fest, dass es – wider Erwarten – doch Busverbindungen zwischen irischen Städten gibt, die nicht über Dublin führen: mir kam nämlich ein Bus aus südlicher Richtung entgegen, der nach Athlone fuhr und dementsprechend nicht aus Dublin kommen konnte. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass es tatsächlich eine direkte Busverbindung zwischen Athlone und Waterford gab. So gab es also für Dörthe tatsächlich eine Möglichkeit, mich auch mal zu besuchen.

Wir hatten uns für das Wochenende rund um den 21. April verabredet. Dörthe kam samstags gegen Mittag in Kilkenny an, wo wir erstmal einen kleinen Stadtbummel unternahmen und dann noch zum Lunch in dem Café einkehrten, in dem ich damals auch mit Mama Scones gegessen und Kakao getrunken habe, bevor wir nachmittags Richtung New Ross fuhren. Von da aus ging es gleich weiter zum Hook Head. Unterwegs stoppten wir natürlich auch am Duncannon Beach, wo sich wieder einmal zeigte, wie nah Sonne und Regen in Irland beieinander liegen.

(Das Regenschauer ist übrigens zum Glück an uns vorbeigezogen…).

Von Duncannon aus ging es weiter zum Hook Head Lighthouse, wo es ziemlich windig war, sodass wir jede Menge sich an den Klippen brechende Wassermassen bewundern konnten – die natürlich auch jede Menge Gischt mit sich brachten. Wie immer war das ein großartiges Spektakel!

Am Sonntag fuhren wir nach Waterford, wo wir eigentlich ein bisschen durch die Stadt laufen wollten und dann noch weiter nach Annestown an den Strand fahren wollten. Daraus wurde am Ende nichts – wir waren nämlich in Shoppinglaune, genossen unseren “ganz normaler Mädchennachmittag” total und fuhren danach aus Zeit- und Wettergründen direkt zurück nach New Ross.  Abends stand dann noch der Chorauftritt meiner Vermieterin an (ihr Chor sang Händels “Messias” in der St. Mary’s Church), für den ich schon länger eine Karte gehabt hatte, und so ging ich um kurz vor acht nochmal aus dem Haus, während Dörthe, die bereits eine “Messias”-Aufführungen gesehen hatte, den Abend zuhause verbrachte.

Nach dem netten Wochenende hieß es dann am Montag “ran an die Arbeit!”, und das galt sowohl für Dörthe als auch für mich. Weil Vincent die ganze Woche über mündliche Prüfungen an anderen Schulen überall im Land durchführen würde, sollte ich alle Deutschklassen übernehmen. Und da die Schüler ja mittlerweile an zwei Personen im Klassenraum gewöhnt sind, machte ich kurzerhand Dörthe zu meiner Assistentin. Die Jungs waren natürlich begeistert von gleich zwei Blondinen als Lehrerkräfte;) und benahmen sich ganz gut (und immer, wenn sie zu ihrer gewohnten Lautstärke zurückkehrten, haben wir ihnen angedroht, dass “Frau Metzler morgen nicht wiederkommt”, und das hat echt gut funktioniert – im Krieg und im Klassenraum sind halt alle Mittel erlaubt…).

Tatsächlich kam Dörthe am Dienstag wirklich nochmal mit in die Schule, bevor ich sie dann nach Thomastown zum Nachmittagsbus brachte. Wie wertvoll eine zweite Person im Klassenzimmer ist, erkannte ich dann am Mittwoch – alleine ist es doch ganz schön schwierig, eine Horde von 28 First Years zu bändigen… Davon mal abgesehen, liefen meine Stunden echt gut (trotdem war ich froh, als die Woche vorbei war – die Jungs wissen eben ganz genau, dass ich nur die Assistentin bin, und waren nicht immer zur Mitarbeit bereit, was ganz schön anstrengend sein kann). So oder so war es auf jeden Fall eine weitere wertvolle Erfahrung für meinen späteren Job!

From April 21st to April 24th, Dörthe came down to the “sunny Southeast” in order to visit me there. On Saturday, we met in Kilkenny at about noon and spent some time there, having a look at Kilkenny Castle and the Design Center as well as the High Street, before we had lunch the cute little café where I had coffee with my Mum back in October.

After that, we went back to New Ross and then straight on to the Hook Head. On our way, we stopped at Duncannon Beach, where we got a good taste of the Irish weather: sun and rain almost at the same time! (Or at least loads of rain clouds –  the rain apparently went down on New Ross rather than on the Hook Head. Lucky us!). And the weather was really nice again by the time we arrived at the lighthouse: blue sky and sunshine – and loads of wind, so that the sea made massive waves. A great sight, as always!

On Sunday, we planned to go to Waterford first and, after that, to Annestown Beach, but we had such a good time in Waterford, shopping and thus spending just a normal “girls afternoon”, that we decided to call it a day after that – the weather was not too good anyway and it was already quite late already. Thus, we went back to New Ross. There we enjoyed a homemade dinner – hamburgers and chips – before I went to St. Mary’s Church, where my landlady’s choire was singing Händels “Messiah”. Dörthe, who had seen a performance of the “Messiah” not too long ago, decided to stay at home and enjoyed a relaxed evening at home.

After this easy-going weekend, it was working time on Monday. Yes, on Monday! This is usually my day off, but since Vincent had to do oral examinations all week long and all over the country, I had offered to do all his German classes.  Dörthe accompanied me – so I, the assistant, actually had my own assistant teacher! It was really nice to have help in the class room, and of course the lads were delighted to have two young female blonde teachers;). They behaved quite well, so that Dörthe decided to come back in again on Tuesday. But in the afternoon, she had to return to Athlone, so that I was all alone in the classroom from Wednesday onwards. Actually, the rest of the classes this week worked out quite well – the first years were a bit hyperactive, which annoyed me to some extend, but in the end I was quite happy with the course of the week. It definitely was a good experience and will surely turn out to be very valuable for my own teaching in Germany, which will start after the summer holidays (i.e. in September)…

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Nachdem wir in den Tagen zuvor doch ganz schön viel im Auto rumgesessen haben, wollten wir uns zum Abschluss unserer Ferien nochmal sportlich betätigen. Und so machten wir uns auf den Weg zu Achill Island, der größten Insel Irlands, und einer der schönsten dazu. Natürlich liegt diese Insel im schönen County Mayo, aber das ist ja bekanntermaßen ziemlich groß und so mussten wir dann doch erstmal ca. 100 km im Auto sitzen. Aber wie immer lohnte sich die Fahrerei. Schon die ersten Kilometer waren richtig schön und das Highlight folgte dann ganz am Ende der Strecke in Form von Keem Bay.

Ihr werdet jetzt zu Recht sagen, dass “zu einer schönen Bucht fahren” nicht wirklich eine “sportliche Betätigung” ist. Und deswegen machten wir hier eine weitere Sache, die in Irland – neben “kommt, wir fahren da mal hin, ist bestimmt gut da” – meistens funktioniert, nämlich “kommt, wir laufen da mal hoch/runter/um die Ecke, ist bestimmt gut da”. Als Kim also morgens vorgeschlagen hatte, wir könnten den Hang an der Bucht hochklettern und gucken, ob wir den Achill Head, also die westlichste Spitze der Insel, sehen würden, waren wir also Feuer und Flamme gewesen.

Und so machten wir uns an den Aufstieg, der schweißtreibender war, als wir es von unten erwartet hatten. Irgendwann erreichten wir aber die Ruinen eines kleinen Hauses oben auf dem Hügel und wurden dort mit einer großartigen Aussicht belohnt, die wir nur mit ein paar (ziemlich zutraulichen) Schafen teilen mussten…

Nachdem ich noch ein paar Schafe gejagt hatte und wir alle auf dem Haus rumgeklettert und rumgesprungen waren, ging es dann wieder an den Abstieg.

Unten in der Bucht haben wir uns dann noch mit ein paar Keksen gestärkt, bevor wir über die schöne Küstenstraße “Atlantic Drive” zurück Richtung Festland und von da aus nach Ballina gefahren sind.

After all the driving in the recent days, Dörthe, Kim and I felt a need for some exercise and so we decided to drive to beautiful Achill Island, Ireland’s biggest island, about 100 km away from Ballina. Kim knew a nice hill to climb up there, where we would have a stunning view over the sea and to Achill Head, the island’s most western point.

In order to get there, we went to Achill’s most western bay, Keem Bay, where we enjoyed sitting at the beach for some minutes. But soon after, we started climbing the hill. It was not too easy to get up there and made us sweat quite a bit, but the views (that we only had to share with some sheep) were worth the trouble. There was also the ruin of a little house up there, and we spent some time sitting on its roof, before we finally left the place and went downhill again.

Back at the bay, we had some cookies for lunch and then drove back to the mainland, taking a scenic route called “Atlantic Drive”, which again offered spectacular views on the coast.

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Nach den sechs Tagen in der südlichen Hälfte der Insel zusammen mit meinen Eltern stand für die zweite Woche der Osterferien folgerichtig Nordirland sowie der Norden Irlands auf dem Programm. Zusammen mit Kim, Dörthe und Lieschen (Kims Auto) machte ich mich also am 11. April morgens auf den Weg zur ersten Etappe der Reise, nämlich Belfast.

Sobald wir über die Grenze zwischen der Republik und Nordirland gefahren waren, stellten wir fest, dass es tatsächlich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Ländern gibt. Das ging von Entfernungsangaben und Geschwindigkeitsbegrenzungen in Meilen über rote Briefkästen bis hin zu einer total unterschiedlichen Bebauung – die Häuser in Nordirland kamen uns typisch englisch vor und die Städtchen, durch die wir fuhren, waren bei weitem nicht so bunt, wie wir das Irland kannten…

Am frühen Nachmittag kamen wir in Belfast an, fanden unser Hostel fast auf Anhieb (und das, obwohl das Navi sich kurz vor Belfast weigerte, uns den Weg zu weisen, und wir auch nur kleine Stadtpläne in unseren Reiseführern hatten) und bekamen dort unser Zimmer zugewiesen. Mehr nicht – der Herr an der Rezeption sparte sich jegliche Begrüßung… Unser Zimmer war auch bei weitem nicht so nett, wie wir das aus der Republik kannten… Kurzum, Belfast musste von Anfang an gegen einen schlechten ersten Eindruck arbeiten. Aber wir wollten dem ganzen natürlich eine Chance geben und so machten wir uns auf den Weg zum Stadtzentrum. Unterwegs kamen wir am “Crown Liquor Saloon” vorbei, einem der ältesten und bekanntesten Pubs der Stadt, der im 19. Jahrhundert von einem Katholiken und einer Protestantin übernommen worden war. Sie als Bewunderin der britischen Krone bestand auf den Namen, sodass er zur Rache ein Mosaik einer Krone vor den Eingang legen ließ, damit die Pubbesucher die Krone jeden Tag mit Füßen treten würden. Was ich als gute Bewohnerin Irlands dann natürlich gleich gemacht habe…

Danach ging’s weiter zur City Hall, wo Queen Victoria mit strengem Gesicht auf uns herunterblickte…

Während die City Hall wirklich mitten in Belfast liegt und somit schnell erreicht war, dauerte es danach doch etwas länger, bis wir bei unserem nächsten Ziel ankamen. Wir wollten nämlich unbedingt zum neuen “Titanic Quarter” mit dem gerade eröffneten Titanic Museum. Laut Internet war das für die nächsten Tage restlos ausverkauft, aber Dörthe und Kim fragten dann kurzerhand nach Karten und wir hatten tatsächlich Glück! Einige Besucher hatten ihre Touren für den nächsten Tag gecancellt und so konnten wir ihre Eintrittskarten übernehmen.

Der nächste Tag war somit bereits gut verplant, weil das Museum sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen würde. So beschlossen wir, direkt am Abend noch eine Black Cab Tour zu machen, die uns in die katholischen und protestantischen Gebiete Belfasts (rund um die Shankill Road) bringen würde, wo sich der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten meistens abgespielt hatte.

Unserem Taxifahrer fehlten drei Zähne, aber dafür hatte er ein rotes Taxi;) und konnte uns jede Menge über “the Troubles”, wie die Ausschreitungen mittlerweile genannt werden, erzählen. Schließlich hat er sein ganzes Leben in Belfast gelebt und die Zeit der “Troubles” komplett miterlebt.

Zunächst fuhren wir in den protestantinschen Teil, in dem sich die pro-nordirische Gesinnung klar an den vielen “Murals” (Wandgemälden) erkennen ließ. Die militante Ausrichtung ist in fast jedem Bild zu erkennen – das folgende Bild zeigt z.B. einen Scharfschützen, dessen Gewehrlauf direkt auf den Betrachter zeigt – und ihn damit verfolgt, egal, von wo man das Bild betrachtet… Ganz schön beängstigend…

Danach ging es weiter in den katholischen Teil, der streng vom protestantischen abgeriegelt ist, und zwar mit einer Mauern und mit Toren, die sich nachts schließen! Die Menschen, die direkt hinter der Mauer leben, habe ihre Hinterhöfe bzw. Gärten komplett mit Gittern überzogen, damit ihnen keine Gegenstände welcher Art auch immer hinein geworfen werden… Die grundsätzliche Einstellung von Protestanten zu Katholiken und andersherum scheint also immer noch aktuell zu sein, auch wenn es keine gewaltsamen Ausschreitungen mehr gibt…

Immer wieder werden natürlich die Opfer der “Troubles” thematisiert. So gibt es im katholischen Teil jede Menge Bilder der Toten und Informationstexte über die schlimmsten Anschläge…

All diese Bauten, Monumente etc. befinden sich natürlich mitten in heute genauso wie vor 30 Jahren bewohnten Gebieten, sodass immer wieder Bewohner der Viertel – Mütter mit ihren Babys im Kinderwagen, spielende Kinder und Jugendliche, Männer, die unser Taxifahrer alle persönlich zu kennen schien – vorbeikamen. Und wir eben mitten drin… Das war dann doch ein ganz schön seltsames Gefühl… Unser Taxifahrer versicherte uns aber, dass die Leute sich von den Touristen nicht gestört fühlen, sondern vielmehr froh sind, dass sich jemand für sie und die Geschehnisse in Belfast interessiert.

Nach der Tour, die immerhin mehr als zwei Stunden gedauert hatte, waren wir durchgefroren und halb verhungert und gingen deswegen noch in ein nettes italienisches Restaurant, das wir vorher schon entdeckt hatten, bevor es zurück ins Hostel ging.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker bereits relativ früh, weil wir eigentlich spätestens um 9.40 Uhr im Titanic Museum sein mussten. Das hat nicht ganz geklappt – das Museum lag doch ein ganz schönes Stück vom Hostel entfernt und irgendwie dauert es ja dann doch immer länger, bis man morgens “ready to go” ist – aber zum Glück wurden wir trotzdem reingelassen und haben somit den Vormittag damit verbracht, uns über die Geschichte der Industrie und des Schiffbaus in Belfast im Allgemeinen sowie über die Konstruktion und die Jungfernfahrt der Titanic sowie über ihr Wrack im Besonderen zu informieren (nur kurz unterbrochen von einem Feueralarm, der sich aber glücklicherweise als falscher Alarm herausstellte).

Erschlagen von all den Eindrücken, die Belfast uns geboten hatte, waren wir doch ganz schön froh, dass wir die Stadt am Nachmittag verlassen konnten (eine kleine Shoppingtour hatte unsere Abfahrt kurzfristig nach hinten verschoben;)). Dafür bot die Küstenstraße, die zur Nordküste der Insel führte, dann umso mehr irische Landschaft – grüne Hänge, weitläufige Buchten, jede Menge Schafe… und am Horizont konnten wir sogar Schottland erkennen!

Passend zum Sonnenuntergang kamen wir in Ballintoy an und bezogen die Betten in unserem Hostel, dem Sheep Island View. Nach der Hektik Belfasts tat die Ruhe mitten im Nichts dann auch richtig gut.

Die erste Handlung am nächsten Morgen war der Blick aus dem Fenster – und wir hatten Glück: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein! Ideale Bedingungen für einen Tag an der Küste…

Zuerst fuhren wir ein paar Meter auf der Straße zurück zur Carrick-a-Rede-Hängebrücke, die auf die kleine Insel Carrick-a-Rede (“Fels auf der Straße”) führt. Man könnte jetzt natürlich denken, dass so etwas extra für die Touristen gebaut wurde, aber tatsächlich brachten handgeknüpfte Hängebrücken schon seit Jahrhunderten Lachsfischer auf die kleinen Inseln vor der Küste, sodass sie von den Inseln aus die Lachse fangen konnten.

Hier trafen wir dann auch Christin und Svenja, zwei andere deutsche Assistentinnen, die zusammen mit Sandra, einer spanischen Assistentin, in Nordirland unterwegs waren. Wir machten uns dann alle gemeinsam mit gemischten Erwartungen auf den Weg zu einem der Highlights Nordirlands, nämlich dem Giant’s Causeway.

Gemischte Gefühle? Morgens im Hostel waren wir auf einen sehr irischen Iren getroffen (der gute Herr, in Belfast im katholischen Viertel lebend, sprach nur irisch mit seinen Söhnen, trug ein Trikot mit gälischer Schrift und war auch sonst ziemlich extrem eingestellt – es war aber ziemlich interessant, sich mit ihm zu unterhalten) und der war der Meinung, dass der Giant’s Causeway ziemlich enttäuschend sei, weil das ganze viel kleiner ist als erwartet. Eine Meinung, die wir auch vorher schon immer mal wieder gehört hatte. Als wir dann aber selbst da waren, waren wir ziemlich begeistert von diesem Stückchen Küste. Die vielen Basaltsäulen (es sind um die 40.000, von denen ungefähr die Hälfte sechseckig ist und die anderen vier-, fünf-, sieben- oder sogar achteckig sind) ziehen sich durch die gesamte Bucht und man konnte prima drauf herumlaufen oder sich gemütlich hinsetzen und die Sonne genießen.

Wissenschaftliche betrachtet, entstanden die Säulen vor 60 Millionen Jahren durch die Erkaltung von Lava. Aber natürlich gibt es eine Legende dazu, die ich jetzt einfach mal von Wikipedia erzählen lasse:

Man sagt, dass [der irische Riese] Fionn [mac Cumhaill] eines Tages von seinem schottischen Widersacher Benandonner so stark beleidigt wurde, dass er sich dazu entschloss, diesen Damm zu bauen, um Benandonner in einem Duell zu besiegen. Er riss riesige Felsen aus den Klippen der Küste heraus und stemmte sie in das Meer, um einen sicheren Weg nach Schottland zu bauen. Als er mit dem Bau fertig war, forderte er Benandonner zum Kampf heraus. Um seinen Ruf nicht zu verlieren, blieb diesem nichts anderes übrig, als die Herausforderung anzunehmen, und so machte er sich auf den Weg auf die irische Insel. Fionn, den die Arbeiten an dem Damm ermüdet und erschöpft hatten, suchte derweil nach einem Ausweg, wie er sich vor dem Aufeinandertreffen mit dem schottischen Riesen erholen könnte. Er verkleidete sich daraufhin als Baby und wartete mit seiner Frau auf die Ankunft Benandonners. Als dieser erschien, beteuerte Fionns Frau ihm, dass er gerade nicht da sei. Gleichzeitig lud sie ihn auf einen Tee ein und versprach, Fionn werde bald zurückkommen. Als Benandonner beim Warten das angebliche Baby sah, erblasste er bei der Vorstellung, dass bei der Größe des Kindes der Vater gar gigantische Ausmaße haben müsse. Die Furcht packte ihn und er rannte über den Damm zurück nach Schottland und zerstörte ihn dabei hinter sich.

Das ist doch viel netter als langweilige erkaltete Lava, oder? So oder so hat es uns allen gut am Giant’s Causeway gefallen und so verbrachten wir dort viel mehr Zeit als geplant…

Deswegen mussten wir uns ganz schön beeilen, um die Fähre in Magilligan zu bekommen, die uns zurück in die Republik bringen sollte. Ein Stop am Dunluce Castle, dessen Küche (samt Personal) im 17. Jahrhundert ins Meer abgerutscht war, war noch drin…

… aber dann begann der Wettlauf gegen die Zeit. Und während die Entfernungen auf der Insel ja meistens nicht gerade groß sind, dauert es aufgrund der kleinen Straßen dann doch immer länger, als man glaubt, um irgendwohin zu kommen. Deshalb haben wir es auch nicht wirklich pünktlich zur vorher rausgesuchten Fährzeit geschafft, was aber egal war, weil die Fähre eh nicht nach Fahrplan fuhr. Praktischerweise kam sie gerade wieder aus der Republik zurück und so mussten wir nicht mal auf die Überfahrt warten. Lieschen fuhr ohne zu mucken aufs Schiff und wir genossen die Überfahrt im Abendlicht.

Nach wenigen Minuten kamen wir in Greencastle auf der Malin Peninsula an und machten uns von da aus auf die Suche nach dem Malin Head, dem nördlichsten Punkt Irlands. “Auf die Suche” trifft es insofern gut, als dass die Beschilderung der “Scenic Route” dort oben doch mehr als verwirrend war. Schließlich sind wir das ganze logisch angegangen (“wenn wir auf der rechten Seite des Flusses, der da ins Meer fließt, sind, und auf der linken Seite sein müssten, dann sind wir hier falsch…”) und kamen so passend zum Sonnenuntergang am Malin Head an, wo wir das tolle Gegenlicht für hunderte von artistischen Fotos nutzten.

Nachdem die Sonne untergegangen war, ging es wieder zurück nach Nordirland – nach Derry/Londonderry, genauer gesagt (Der Name der Stadt wurde im 17. Jahrhundert offiziell von “Derry” nach “Londonderry” geändert, wobei auch die Protestanten zunächst weiterhin “Derry” sagten; erst zu Zeiten der “Troubles” wurde dann die Verwendung des jeweiligen Namens ein Politikum. Heute trägt die Stadt den Namen “Derry-Stroke (Schrägstrich)-Londonderry”, um beiden Bezeichnungen gerecht zu werden). Auch hier waren wir relativ planlos, was den Standort unseres Hostels angingt und schickten Lieschen einmal mitten durchs Zentrum, bevor wir dann endlich ankamen. Die Hostelbesitzerin erschien uns leicht beduselt, aber sie fand unser Zimmer zum Glück trotzdem ohne Probleme – wie sich herausstellte, waren wir nämlich in einem Nebengebäude untergebracht und hatten somit ein ganzes Haus (inklusive drei Badezimmern, einer schicken Küche und einem kleinen Wintergarten) ganz für uns alleine. Zum Abendessen gab es noch eine riesige Portion Spaghetti und dann gingen wir ins Bett.

Auch am nächsten Tag schien noch die Sonne und so machten wir uns tatenlustig auf den Weg ins Zentrum. Eine Besonderheit Derrys/Londonderrys ist nämlich, dass das Stadtzentrum a) sehr symmetrisch angelegt ist und b) von einer ringsum verlaufenden Stadtmauer umgeben ist (die einzige komplett erhaltene und begehbare Stadtmauer, die sich heutzutage in Irland finden lässt).

Eigentlich wollten wir einmal ganz herum gehen, aber dann wurden wir doch von Primark abgelenkt. Zwei Paar Schuhe, zwei Tücher und ein T-Shirt später machten wir uns direkt auf den Weg zur Bogside, einem katholischen Viertel, das ebenfalls stark in die “Troubles” verwickelt war. Hier wurden am 30. Januar 1972 (seitdem “Bloody Sunday genannt”) 13 unbewaffnete Demonstranten (viele davon um die 20 Jahre alt) von britischen Soldaten erschossen, woraufhin der Nordirlandkonflikt eskalierte.

Bereits vorher hatte sich die Bogside quasi unabhängig erklärt (“Free Derry”), und eigentlich wagten sich die britischen Soldaten gar nicht mehr in diese Gegend. Heute erinnern noch verschiedene “Murals”, die als “People’s Gallery” bekannt sind, an die Troubles.

Die Murals vermitteln jedenfalls einen anschaulichen Eindruck von den Geschehnissen der 1970er Jahre.Gegen Mittag verließen wir Derry, weil wir an diesem Tag noch viel vorhatten. Zunächst sollte es zu den Klippen von Slieve League gehen und danach zum Lusty Man, einer heidnischen Steinfigur auf einem Friedhof mitten auf einer kleinen Insel, auf den wir uns wegen seines hübschen Namens schon seit Beginn unserer Reise gefreut hatten.

Zuerst aber die Slieve League Klippen. Diese Klippen sind um die 600 m hoch und gehören damit zu den höchsten Europas (die Cliffs of Moher sind mit ihren 214 m also nichts dagegen!). Allerdings wirken diese Klippen nicht ganz so hoch, weil sie nicht so steil ins Meer abfallen. Als wir aber ein winzig kleines Boot im Meer vor den Klippen entdeckten, bekamen wir einen Eindruck davon, mit welcher Höhe wir es zu tun hatten…

Wir liefen dann noch ein Stückchen weiter den Hügel hinauf, um uns den Wind um die Nase wehen zu lassen und um einen möglichst guten Blick auf die Klippen zu bekommen.

Aber auch die Küste Sligos war gut zu sehen. Sogar der Ben Bulben, der Tafelberg Sligos, ließ sich erahnen.

Eigentlich hatten wir noch vorgehabt, auf dem “One Man Path” (der so genannt wird, weil nur eine Person auf die Breite des Weges passt) bis oben auf die Slieve League selbst zu klettern, und fuhren zu einem zweiten Parkplatz, von wo aus wir noch einmal einen wunderbaren Blick über die Lande hatten.

Aber die Zeit war doch mittlerweile ganz schön weit fortgeschritten, der Lusty Man war noch ein ganzes Stück weit weg und wir wollten ja abends wieder zurück in Ballina sein und bei Kim übernachten. Also sagten wir der Küste “good-bye” und fuhren ein letztes Mal über die Grenze zwischen Republik und Nordirland. Boa Island, die Insel, auf der Lusty Man sich befindet, liegt nämlich im Lower Lough Erne im County Fermanagh in Nordirland. Dort wies uns ein verrostetes Hinweisschild den Weg zum Friedhof, wo wir uns erst nicht ganz sicher waren, welche der Steine dort überhaupt der Lusty Man war (die Reiseführer machten da auch verschiedene Angaben) und ein bisschen nach versteckten Steinen gesucht haben.

Am Ende erklärten wir die unübersehbare große Figur zu Lusty Man und nach verschiedenen heidnischen Tanzritualen rund um den Stein herum;) und einem Gruppenfoto ging es zurück nach Ballina.Und da machten wir dann nach kurzer Nahrungsaufnahme wirklich nichts mehr, sondern fielen nur noch in unsere Betten.

Das war also Nordirlands sowie der Norden Irlands. Auch wenn Belfast als Stadt mich nicht wirklich überzeugen konnte, war die Landschaft ansonsten und wie immer auf der Insel Irland spektakulär, abwechselungsreich und auf jeden Fall jede Reise wert! Darüber hinaus waren Dörthe, Kim und Lieschen großartige Reisebegleiterinnen, ohne die das ganze sicher nicht halb so viel Spaß gemacht hätte! Thanks a mil, girls!

After six days in the southern part of Ireland together with my parents, it was only logical to go to Northern Ireland and the north of Ireland during the second week of the Easter holidays.

We left Ballina, where Kim is living, on Wednesday, April 11th, early in the morning and drove straight on to Belfast where we arrived in the early afternoon. Unfortunately, our hostel was not the nicest – the guy at the reception did not even say hello and the room was quite shabby – so that the first impression that Belfast made on us was not too positive… But we wanted to give the place a chance and thus decided to go to the city center at first. On our way there, we passed by one of Belfast’s best-known pubs, “The Crown”, which was named this way by a protestant woman who was an admirer of the Queen in the 19th century. Her husband, on the other hand, was a catholic and thus installed a mosaic of a crown of a ground in front of the entrance so that every visitor would have to step on this symbol of British power (which I as a good Irish inhabitant obviously had to do as well).

We then walked on to the City Hall and said hello to Queen Victoria before reaching the actual destination of our walk, namely the new “Titanic Quarter” with its newly-built (and only recently opened) Titanic Museum. We had tried to book tickets for that online but were told that all of them were sold out, and thus we were very delighted when we were found out that some people had cancelled their tickets for the next day, so that we would actually be able to visit the museum.

Since our plan for Thursday was set now – the museum would probably keep us busy for the whole morning and we didn’t want to stay in the city for too long – we decided to do a black cab tour right on the spot. This is a must when you are in Belfast – you just stop a taxi and the taxidriver will drive you to the protestant and catholic quarters around “Shankill Road” where many of riots of the time of the “Troubles” took place. Our taxidriver remembered loads of stories about the “Troubles” – he had lived in Belfast all his life – and told us pretty much everything he knew: about the murals in the protestant and catholic areas, about the walls and gates between the two areas, about attacks on pubs, about the people killed. It was very interesting but it also felt quite weird to actually be in all these places where so many horrible things happend, and with people still living there! But the driver reassured us that the people are happy that tourists are interested in them and their stories… When the tour was over, we went to a nice Italian restaurant for dinner before we decided to call it a day and to go to bed, in particular because we had to get up quite early on the next day because our tickets for the Titanic Museum were issued for the time slot of 9.40 am. But of course we were a bit late… Still, they let us in and so we spent our morning informing ourselves about the industrial history of Belfast (the city was mainly famous for linen and its docks), the construction of the Titanic, her maiden voyage, her sinking and her wreckage. Time flew and it was past noon when we finally left the museum. And then a shopping mall attracted our attention… so we left Belfast only in the late afternoon and drove up to the northern coast in the beautiful evening light, reaching Ballintoy, where our hostel for the night was situated, at sunset.

Our first action on the next day was to check the weather – and we were very lucky: sunshine and blue sky, perfect conditions for a day at the coast! Firstly, we headed for the little island “Carrick-a-Rede” (“Rock in the Road”), which is linked to the mainland by a ropebridge. Nowadays, this bridge is a tourist attraction, but a similar one had actually been built by fishermen years ago, who wanted to catch salmon at the cliffs of the island. We crossed the bridge and stayed for some time on the tiny island before returning to the mainland, where we met two German language assistants and one Spanish one, who were driving around Northern Ireland as well. We decided to spend the afternoon together at the Giant’s Causeway, which is one of the touristic highlights of Northern Ireland.

The Giant’s Causeway is a coastal area that consists of approximately 40,000 basalt columns. Most of the columns are hexagonal, although there are also some with four, five, seven or eight sides. The shape of the coast is apparently due to a vulcanic eruption about 60 million years ago. That at least is the scientific explanation… But there is of course a legend linked to the Causeway, as wikipedia tells us:

The Irish warrior Fionn mac Cumhaill built the causeway to walk to Scotland to fight his Scottish counterpart Benandonner. One version of the legend tells that Fionn fell asleep before he got to Scotland. When he did not arrive, the much larger Benandonner crossed the bridge looking for him. To protect Fionn, his wife Oonagh laid a blanket over him so he could pretend that he was actually their baby son. In a variation, Fionn fled after seeing Benandonner’s great bulk, and asked his wife to disguise him as the baby. In both versions, when Benandonner saw the size of the ‘infant’, he assumed the alleged father, Fionn, must be gigantic indeed. Therefore, Benandonner fled home in terror, ripping up the Causeway in case he was followed by Fionn.

It was really nice to sit on the colums and to enjoy the sun, so that it was late afternoon when we finally left the Giant’s Causeway. We had to hurry up now, because we wanted to catch a ferry to the Malin Peninsula in the Republic this evening. There was time for a stop at Dunluce Castle, which is famous because its kitchen is said to have collapsed into the sea in the 17th century, but then we really had to rush. And we were actually too late for the scheduled ferry, but lucky us – apparently, the ferry didn’t care about the schedule either and it  arrived at the harbour in the very moment that we ourselves arrived.

Back in the Republic, we drove to Malin Head, which is the most northern spot in Ireland, and enjoyed the sunset, taking hundreds of artistic pictures in the backlight. After that, we headed on to Derry/Londonderry, where we had booked a hostel. And lucky us again! Our room was not in the main building, but in an adjoining house with three bathrooms, a modern kitchen and a little winter garden all for ourselves! No wonder that we slept thight that night! Thus, the next morning, we were full of energy and eager to walk around Derry’s/Londonderry’s city wall. Unfortunately, after a couple of meters, we saw Primark (a clothing store) and that interrupted our walk for some time… In the end, we didn’t walk around the whole wall, but at least we managed to do half of it. And we also took a closer look at the “People’s Gallery” in Derry’s/Londonderry’s catholic quarter “Bogsthe ide”. The “People’s Gallery” consists of murals that keep the memory of happenings during the “Troubles” in Derry/Londonderry alive. At some point in time, the “Bogside had declared itself independent (“You are now entering free Derry”) and British soldiers didn’t really dare to enter that area. But on January 30th, 1972, they stepped into a demonstration of catholics, killing 13 unarmed people (most of them around 20 years old). This incident became known as “Bloody Sunday” and made the IRA grow much faster and much more radical from this day on. The pictures on the walls are very comprehensive and convey an idea of the happenings of these troubled times.

We left Derry/Londonderry at about noon and headed on to Donegal, where we drove to the viewing point next to the Slieve League cliffs, which are some of the highest sea cliffs in Europe (up to 601 m high). The views on the cliffs and over to the coast of Sligo were just stunning! We had planned earlier to walk to the top of the cliffs, but unfortunately we did not have enough time because we also wanted to go to Boa Island, an island in Lower Lough Erne in Northern Ireland in order to see a pagan stone figure called “Lusty Man” (and that was the only reason why we went there, actually – we liked the name of the figure so much). But the cemetery, where the figure is located at, was really beautiful and well worth a visit. We definitely enjoyed our time there and didn’t regret too much that we had skipped the walk…

“Lusty Man” was the last destination of our little journey. After that, we drove to Ballina and went to bed immediately, tired because we had seen and experienced sooo much in sooo little time. Northern Ireland and the north of Ireland are well worth a visit and it was great fun to travel around with the Dörthe and Kim! Thanks a mil!

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Während ich ja mittlerweile schon viele Teile Irlands bereist habe, stehen in der Hauptstadt der grünen Insel noch einige Sehenswürdigkeiten aus. Eine davon ist Kilmainham Gaol, ein ab 1787 erbautes und 1796 eröffnetes Gefängnis, das eng mit der Geschichte Irlands verknüpft ist. Ein Must-See also…

So fuhr ich morgens mit dem Auto von der Newgrange Lodge nach Maynooth, wo ich das Auto parkte, um mit dem Zug weiterzufahren. Wegen des Feiertags (Ostermontag) fuhren die Züge nur einmal pro Stunde und natürlich habe ich einen Zug um ein paar Minuten verpasst, sodass ich erst am frühen Nachmittag in Dublin ankam. Dort traf ich mich mit Dörthe, deren Eltern morgens zum Flughafen gefahren waren, und wir machten uns auf den Weg – zu Fuß natürlich… Eigentlich ist in Dublin alles gut zu Fuß zu erreichen, aber das Kilmainham Gaol lag dann doch weiter entfernt, als wir gedacht hatten. Immerhin haben wir es auch ohne Stadtplan gefunden und konnten uns so nach unserem Fußmarsch in der Schlange vor dem Gefängnis erholen. Schlange? Achja, es war ja Feiertag… Glücklicherweise bekamen wir aber Karten für die Tour um 16.10 Uhr und hatten so eine gute Stunde Zeit, um in der Aprilkälte unsere Sandwiches zu essen und dann im Teeraum auch noch einen Tee zu trinken.

Gut gestärkt betraten wir also das Gefängnis und wurden der wahrscheinlich unmotiviertesten Führerin, die  Irland zu bieten hat, zugeteilt . Mit monotoner Stimme leierte sie Daten und die Geschichte des Gefängnisses herunter, was besonders deswegen schade war, weil Kilmainham Gaol wirklich ein richtig interessanter Ort ist.

Da ist zunächst einmal der Fakt, dass das Gefängnis in den ersten Jahren nicht nur Frauen und Männer beherbergte, sondern auch Kinder – die jüngsten waren um die fünf Jahre alt…

Außerdem rettete Kilmainham Gaol auch Leben. Bekanntermaßen wurde Irland im 19. Jahrhundert von mehreren Hungersnöten heimgesucht, die die Bevölkerung des Landes stark dezimierten. Im Gefängnis aber gab es Essen, sodass viele Leute kleinere Verbrechen begangen, um sich die nächste Mahlzeit zu sichern! Gleichzeitig kostete das Gefängnis von Anfang an Leben – in den Anfangszeiten fanden hier öffentliche Hinrichtungen direkt über der Eingangstür statt…

Die aufsehenerregendstenHinrichtungen sollten aber erst viele Jahre später stattfinden. Dazu gleich mehr. Zunächst zurück zum Aufbau des Gefängnis. Wir begannen unsere Tour in der Kapelle, deren Altar von einem Gefangenen gestaltet worden war.

Hier fand eine der berühmtesten Hochzeiten Irlands statt, und zwar die zwischen Joseph Plunkett und Grace Gifford. Plunkett war einer der Anführer des Osteraufstandes von 1916. Er war genauso wie die anderen Anführer ins Kilmainham Gaol gebracht und dann zum Tode verurteilt worden. Wenige Stunden vor der Hinrichtung durfte er seine Verlobte Grace Gifford in der Gefängniskapelle heiraten. Den beiden wurden dann noch 10 Minuten zusammen in einer Zelle gestattet, bevor Joseph hingerichtet wurde…

Von der Kapelle aus ging es durch einen Gang, an dem mehrere Zellen lagen, zu dem Trakt, in dem weitere Anführer des Osteraufstandes gefangen gehalten wurden.

Dort liegt unter anderem die Zelle, in der Patrick Pearse, der ebenfalls eine Leitfigur des Osteraufstandes war, auf seine Hinrichtung wartete.

Der bekannteste Teil des Gefängnisses aber ist der Victorian Wing/East Wing. Das besondere daran ist, dass alle Zellen von nur wenigen Wächtern überwacht worden konnten (der Raum ist also ansatzweise ein Panoptikum).

In diesem Teil wurden nicht nur mehrere Anführer des Osteraufstandes gefangen gehalten – unter ihnen Éamonn de Valera, der nur deshalb nicht hingerichtet wurde, weil er amerikanischer Staatsbürger war und weil dann eine Welle der Empörung durch die Bevölkerung ging, als seine Hinrichtung doch noch beschlossen wurde (später wurde er übrigens sogar Taoiseach, also irisches Regierungsoberhaupt), und Grace Plunkett (besagte Ehefrau von Joseph Plunkett), die während des Bürgerkrieges 1922 hier einsaß und die Zeit nutzte, um sich künstlerisch zu betätigen.

Während unser Guide unmotiviert ein paar Fakten herunterbetete, liefen Dörthe und ich in der Halle umher und sperrten uns gegenseitig in Zellen ein (laut Reiseführer soll man das machen, um zu erleben, wie sich die Gefangenen gefühlt haben. Wir waren aber aus Trotz gegenüber der Führerin aber eher zu Albernheiten aufgelegt und konnten daher nicht wirklich mit den Gefangenen mitfühlen…).

Beim nächsten Stop der Tour war aber Schluss mit dem Gelächter – es ging zum Gefängnisinnenhof, wo die Anführer des Osteraufstandes erschossen wurden. Diese Hinrichtungen waren entscheidend für die Stimmung in Dublin (und damit in Irland) gegenüber dem Aufstand. (Vorher erfuhren die Rebellen nämlich kaum Unterstützung; die Dubliner regten sich eher darüber auf, dass ihre schöne Stadt durch die Kämpfe zwischen Rebellen und Briten zerstört wurde.) Die Hinrichtungen der Rebellen wurden von den Briten aber erst  bekanntgegeben, nachdem sie ausgeführt worden waren. Das änderte die Stimmung der Bevölkerung dramatisch, und plötzlich erfuhr die Sache der Rebellen breite Unterstützung, sodass die irische Partei Sinn Féin, die die Unabhängigkeitsbewegung repräsentierte, 1918  73  der 106 irischen Sitze im britischen Unterhaus für sich gewinnen konnte. Im Jahr 1919 konnte dann die Unabhängigkeit Irlands erklärt werden, die 1922 schließlich auch von Groß-Britannien anerkannt wurde – zumindest wurde Irland (ohne die nordirischen Provinzen) als Freistaat akzeptiert. Und seit 1949 ist die Insel  offiziell unabhängig.

Die Namen der im Kilmainham Gaol Hingerichteten lauten:

  • Sir Roger Casement
  • Thomas J. Clarke
  • Eamonn Ceannt
  • Cornelius Colbert
  • James Connolly (der todkrank war und an einem Stuhl festgebunden werden musste, damit er aufrecht sitzend erschossen werden konnte).
  • Edward Daly
  • Sean Heuston
  • Thomas Kent
  • John MacBride
  • Sean MacDermott
  • Thomas MacDonagh
  • Michael Mallin
  • Michael O’Hanrahan
  • Patrick Pearse
  • William Pearse
  • Joseph Mary Plunkett

Viele dieser Namen leben heute in öffentlichen Einrichtungen weiter (beispielsweise Conolly Station, Pearse Station, Heuston Station usw). Die Stellen, an denen die Rebellen hingerichtet wurden, sind mit Kreuzen (ein separates für James Conolly, der eben sitzend an einer anderen Stelle hingerichtet wurde als die Rebellen, die aufrecht stehen konnten) und mit einer Plakette markiert.

Der Besuch im Kilmainham Gaol war auf jeden Fall sehr erlebnisreich und am Ende haben wir dann doch noch ganz schön viel gelernt. Und wir haben es sogar geschafft, den Zug nach Maynooth zu erwischen (was ja auch nicht immer selbstverständlich ist, wenn man sich an den St. Patrick’s Day erinnert;))… Mit dem Auto gings dann weiter nach Athlone, von wo aus wir am nächsten Tag zu Kim in Ballina starten wollten. Und von da aus sollte es dann weiter nach Nordirland und in den Norden Irlands gehen…

While I’ve seen quite a lot of parts of Ireland, there are still some spots of its capital that are on my must-see-list but which I haven’t seen yet. One of them is Kilmainham Gaol, a jail built from 1787, which I visited together with Dörthe on Easter Monday.

Unfortunately, our guide there was very unmotivated, but I remember some of the interesting facts that are connected with the jail. In its first years, men, women and even children, some not much older than five years old, were held prisoners here. The jail actually saved the lives of many of them, in particular in the 19th century, when people committed little crimes in order to be sent to jail where they would get some food – if not, some of them would have starved during the famines… Public executions were held here as well – people were hanged right at the front door.

But the most important fact about Kilmainham Gaol is its close link to the Easter Rising of 1916 and therefore to Irish history. We were informed about this from the very beginning of the tour onwards, because we were first led to the prison’s cathedral, where Joseph Plunkett, one of the leaders of the rebellion, was married to his sweetheart Grace Gifford only hours before he was executed.

The other leaders of the Rising were held prisoners in Kilmainham Gaol as well. Most of them were kept in the most famous hall of the building, namely the East Wing, a room that could easily observed by very few guards. Among the prisoners here were Grace Plunkett (Joseph’s wife who was arrested during the Civil War of 1922) and Éamon de Valera, who was supposed to be executed just like all the other rebels, but whose execution was postponed because he was a citizen of the US – and when it was decided that he was to be executed anyway, the people of the city were so indignant that his life was spared.

All the other leaders were not that lucky, because they were all executed. But the British government informed the public about that only after the executions had taken place. This line of action changed the public opinion about the rebellion completely. While most of the people living in Dublin were not too pleased about the rebels destroying their beautiful city while fighting the British in the beginning, they started to support the rebellion so that in the following years Ireland’s independence from Great-Britain could be promoted more and more (the country declared itself independent in 1922 and this was finally acceptedby Great-Britain in 1949 (in between, Great-Britain regarded Ireland as a “free state” only)).

We saw the spots where all of them were executed after we had spent some time in the East Wing, locking ourselves in some of the cells and wandering about the hall. The names of the men executed read as follows:

  • Sir Roger Casement
  • Thomas J. Clarke
  • Eamonn Ceannt
  • Cornelius Colbert
  • James Connolly (who was fatally wounded and thus was not able to stand up anymore. He was tied on a chair and was shot while sitting on it).
  • Edward Daly
  • Sean Heuston
  • Thomas Kent
  • John MacBride
  • Sean MacDermott
  • Thomas MacDonagh
  • Michael Mallin
  • Michael O’Hanrahan
  • Patrick Pearse
  • William Pearse
  • Joseph Mary Plunkett

Many of these names live on in public buildings today, such as Conolly Station, Pearse Station or Heuston Station. The spots where the rebels were executed are marked with a cross and a plague on the wall.

The visit to Kilmainham Gaol was a very informative one and, to be honest, we learned a lot (although we were not too happy with our guide and spent quite some time making fun of her). And we even managed to catch the train back to Maynooth afterwards (which cannot be taken for granted, as we saw on St. Patrick’s Day;))… From there on we went back to Athlone and, on the next day, headed on to Kim’s house in Ballina, which was our starting point for the trip to Northern Ireland and the North of Ireland.

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Der Flughafen Dublin befindet sich einige Kilometer nördlich von Dublin, und Dublin selbst liegt ja bekanntermaßen etliche Kilometer nördlich von New Ross. Nachdem ich meine Eltern weggebracht hatte, befand ich mich also ganz schön weit weg von meinem Städtchen. Deswegen hatte ich schon zu Beginn der Ferien beschlossen, gar nicht mehr ins County Wexford zurückzufahren, sondern die Gelegenheit warzunehmen und mir das Boyne Valley und vor allem Brú na Bóinne, eine Ansammlung von Jahrtausende alten  Kult- und Grabstätten (von denen das bekannteste Newgrange ist) anzugucken.

So fuhr ich direkt nach Drogheda, ein gemütliches Städtchen gut 50 km nördlich von Dublin, wo ich ungefähr eine Stunde durch die Straßen bummelte, bevor ich mich auch den Weg in mein Hostel machte – oder besser gesagt, in meine Lodge. Ich hatte nämlich ein Bett in einem 6er-Zimmer in der “Newgrange Lodge” gebucht, das ich auch zunächst für mich alleine hatte.


Am späten Abend wurde dann aber noch ein zweites Bett belegt, und zwar von Mel, einer Engländerin, die ebenfalls allein unterwegs war. Wir verstanden uns gleich gut und beschlossen, am nächsten Tag zusammen Newgrange zu besichtigen.

Gut gestärkt durch Pfannkuchen, Waffeln, Croissants, Brot und Joghurt mit frischem Obstsalat – das alles gab es zum Frühstück – brachen wir also nach Newgrange auf. Praktischerweise lag das auf der anderen Straßenseite und so kamen wir überpünktlich zu unserer Tour an. Also schauten wir uns noch ein bisschen im Besucherzentrum um, wo uns eine Ausstellung über die (vermutliche) Erbauung von Newgrange und über die Ausgrabungen dort informierte, und guckten uns einen Film an, bevor wir mit einem Shuttlebus zu der Stätte an sich gefahren wurden.

Dort erzählte unser Tourguide uns jede Menge über die Erbauung und die mögliche Funktion dieser Grabstätte, die irgendwann zwischen 3500 und 2500 v.Chr. errichtet wurde, aber erst in den 1960er Jahren ausgegraben wurde (entdeckt wurde sie bereits im 17. oder 18. Jahrhundert, wenn ich mich richtig erinnere).

Jedenfalls ist Newgrange ein Ganggrab, dessen Eingang so eingerichtet ist, dass um die Wintersonnenwende herum (die am 21. Dezember ist) das Licht der aufgehenden Sonne durch  eine Öffnung über dem Zugang zum Grab bis in die kreuzförmige Kammer gelangt.

Man kann in die Kammer gehen, und dort wird dann der Einfall des Sonnenlichts mit einer Lampe simuliert. Das war schon sehr beeindruckend.

Ansonsten finden sich rund um den Grabhügel und auch in der Kammer jede Menge verzierte Steine (besonders berühmt ist hierbei das Muster des Eingangssteins mit seinen drei ineinander übergehenden Spiralen, dessen Bedeutung bis heute nicht erschlossen ist).

Ich bin dann noch mit Mel um den Hügel herumgegangen und dann sind wir mit dem Bus zurück zum Visitor’s Center gefahren. Dort haben wir uns verabschiedet, weil Mel abends an der Südküste sein wollte (und mittlerweile war es schon Mittag geworden). Da ich aber dank der guten alten Heritage Card freien Eintritt zu allen Stätten hatte, wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, Knowth, die größte und älteste Grabstätte im Boyne Valley, zu besichtigen, die ebenfalls zu Brú na Bóinne gehört (es gibt übrigens noch eine dritte, Dowth, die aber noch nicht ausgegraben ist).

In Knowth angekommen, wurde meine Gruppe wieder von einem sehr kompetenten Guide in Empfang genommen, der seine Erzählungen über die Anlage sehr interessant gestaltet hat und auf wirklich jede Frage eine Antwort hatte.

Knowth besteht aus einem Haupthügel und ungefähr 20 Satellitenhügeln. Hier gibt es gleich zwei Grabkammern, eine nach Osten und eine nach Westen gerichtet, die man aber nicht besichtigen kann. Stattdessen kann man in einer nachgebauten Höhle einen Eindruck von der Atmosphäre in der Grabkammer bekommen konnte.

Nach der Besichtigung von Knowth bin ich zurück in die Newgrange Lodge gegangen, um mich ein bisschen aufzuwärmen. Es war echt ganz schön kalt…

Das sollte mich aber nicht von einer weiteren Erkundung des Boyne Valley abhalten. Deshalb habe ich mich ins Auto gesetzt und bin zunächst nach Norden zu der Klosteranlage Monasterboice (ca. 6. – 12. Jh. v. Chr.) gefahren, in der sich das so genannte Muirdach-Kreuz befindet, das eins der schönsten in ganz Irland sein soll. Es ist jedenfalls sehr gut erhalten und in den verschiedenen Sektionen kann man Geschichten aus der Bibel und aus dem Leben Christi erkennen.

Von dort ging es dann zur Mellifont Abbey, die Sitz des ersten Zisterzienserklosters in Irland war. Die Anlange ist nicht besonders gut erhalten (quasi gar nicht) – bis auf das Lavabo, das achteckige Brunnenhaus, in dem sich die Mönche wuschen.

Noch weiter im Süden lag dann mein nächstes Ziel, der Ort des “Battle of the Boyne” bzw. das Oldbridge Estate. An dieser Stelle schlug der protestantische William III. of Orange im Jahre 1690 seinen katholischen Schwiegervater König James II., woraufhin die Rechte der Iren in ihrem eigenen Land stark eingeschränkt wurden. Im Oldbridge Estate ist ein Besucherzentrum eingerichtet, das ich, wiederum dank der Heritage Card, kostenlos besichtigen konnte. Hier werden die verschiedenen Armeen, ihre Vorbereitung zur Schlacht, die Schlacht an sich und Kanonen, Pistolen und sonstige Waffen, die gebraucht wurden, ausgestellt und man bekommt einen guten Eindruck über diese für die irische Geschichte doch entscheidende Schlacht.

Das nächste Ziel meiner Fahrt war dann Slane bzw. der ein bisschen außerhalb liegende Hill of Slane. Wie nicht anders zu erwarten war, finden sich auch hier Ruinen – in diesem Fall die eines Anfang des 16. Jahrhunderts gegründeten Franziskanerklosters. Das eigentlich Interessante an diesem Hügel ist aber, dass der heilige Patrick hier im Jahre 433 das erste Osterfeuer Irlands angezündet hat, angeblich zumindest. Und das gegen den Willen der irischen Hochkönige. Skandalös! Jedenfalls hat dieses Symbol des Sieges der Christen über die Heiden dann die Christianisierung des ganzen Landes vorangetrieben. Nun war der Tag meines Besuches ja Ostersonntag, das fand ich dann sehr passend. Ich wollte auch das Osterfeuer sehen, das hier jedes Jahr angezündet wird, aber an diesem Punkt kommen wir zu einem weiteren “angeblich” – es gab nämlich keins… Oder der einsetzende Regen hat es schon gelöscht…

Immerhin gibt es eine unübersehbare Statue vom heiligen Patrick…

Eine weitere Abbey stand noch auf dem Plan, und zwar Bective Abbey in der Nähe von Trim. Wie die meisten Ruinen steht auch dieses Gemauer mitten auf einer Wiese herum, und so wanderte ich ein bisschen durch die Gänge und kletterte auf den zahlreichen Mauern herum.

Während all die vorherigen Ziele relativ leicht zu finden gewesen waren, kam in dieser Hinsicht nun die Herausforderung des Tages. Ich wollte nämlich unbedingt noch zum Hill of Tara, der aber wirklich nirgendwo ausgeschildert war – und dabei ist Tara der Sitz der irischen Hochkönige gewesen, ein von Mythen und Legenden umgebener Ort! Meine Streckenkarte half mir auch nicht weiter, sodass ich mich entschloss, eine todsichere Taktik anzuwenden, und einfach dem einzigen, höchst modern aussehen Mietwagen nachfuhr, auf den ich mitten im Nichts traf. Was soll ich sagen: es hat wunderbar geklappt und so konnte ich schon bald auf den Spuren der irischen Hochkönige wandeln. In diesem Fall hieß das, über Graskuppen und durch Grasgräben zu laufen. Mehr ist nämlich leider nicht übrig von dieser Stätte…

Auch vom Besucherzentrum war nicht viel Informatives zu erfahren – das lag ganz einfach daran, dass das an diesem Tag geschlossen war. Das wusste ich schon vorher, bin aber trotzdem über die nächste Mauer geklettert und hab mir das ganze dann angeguckt. Das Besucherzentrum ist nämlich tatsächlich in einer Kirche untergebracht. Und auch hier zeigt sich: Die Iren denken mit! Das Gatter auf dem Weg zum Vordereingang war nämlich mit einem Schloss gesichert, aber natürlich gab es einen bequemen “Notausgang” direkt über oder besser gesagt durch die angrenzende Mauer…

Mittlerweile war es 19 Uhr, das nächste Regenschauer zog heran und mir war richtig kalt. So fuhr ich nach Donore zurück und ging nach diesem langen Besichtigungstag bald ins Bett.

I had decided to stay near Dublin after dropping off my parents to Dublin Airport on Saturday afternoon and so I drove to Drogheda, about 50 km north of Dublin, where I spent about an hour wandering about this little city before heading on to Donore, where my hostel for the night was situated. I was all alone in my room at first, but late in the evening Mel, a girl from England, was placed there, too. We got along quite well and thus decided to visit Newgrange together the next morning.

Newgrange is part of Brú na Bóinne, which is a collection of neolithic chamber tombs and stones dating back to some time between 3500 and 2500 BC. The most famous of these is Newgrange with its entrance directed towards the rising sun of the winter solstice, which enlightens the inner chamber for about 17 minutes. That must be a spectacular site – it has already been quite spectacular when it was only simulated with a torch.

Mel and I left Newgrange about an hour later – Mel had to drive on to the south because she needed to catch the ferry home the next day, while I wanted to visit Knowth, the largest passage tomb of the area. It is not as famous as Newgrange, although it is even larger and older, and I actually found it as impressive with all its mysterically carved stones around it…

It was noon when I finally left Brú na Bóinne, so I had enough time to visit some more historic sites in the Boyne Valley. I started with Monasterboice, an early Christian settlement from the 6th century that is famous for its well-preserved high cross (Muiredach’s Cross) showing biblical scenes. After that, I went to Mellifont Abbey, which was the first cistercian abbey in Ireland (12th century). Today, only the Lavabo, the building where the monks washed their hands, remains. From there on I drove to the Oldbridge Estate near the place where the “Battle of the Boyne” took place in 1690. The katholic King James III. was beaten by his son-in-law William of Orange here, which was a serious defeat for the Irish – their rights were significantly restrained from this time onwards…

The next stop was in Slane, or, to be precise, on the Hill of Slane where St. Patrick is said to have lit the Easter Fire in 433 AD – against the will of the High Kings of Ireland. This action promoted Christendom a lot in the country… There was actually supposed to be an Easter Fire, given that it was Easter Sunday, but I couldn’t see any – probably because it had started to rain earlier and the fire had burned out. So I decided to continue my journey and thus I went to Bective Abbey, which, as so many abbeys in this country, could be found in the middle of some field. I walked through the ruined building and climbed on some walls before heading on to the final destination of the day, namely the Hill of Tara.

In order to find this former seat of the High Kings of Ireland, I followed the next newly-looking rental car that I saw, assuming that a)it had sat nav and b)wanted to go there as well, because there were no signs at all for the hill. This strategy worked out quite well and so I arrived at the Hill of Tara very soon. It is quite an interesting spot actually, although all that is left of it are some grassy hills and ditches…

The visitor’s center that was to be found in an old church was closed as well as the gate on the path to it, but still it was no problem to walk around it because there was an Irish “emergency exit” right through the wall…

Tara was the last destination of the day; after that I went back to the hostel and went to bed early, tired from all the impressions of the Boyne Valley.

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