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Archive for April, 2012

Das schöne County Kerry machte uns den Abschied leicht – als wir es gegen Mittag verließen, war es ziemlich bedeckt und es regnete sogar ab und zu. Wenigstens war es trocken, als wir am Bunratty Castle ankamen. Dort wollten wir nämlich einen Zwischenstop einlegen…

Letztendlich sind wir nur um das Castle herumgelaufen, da der Eintritt dafür und für die Gärten doch relativ teuer war, vor allem, weil wir gar nicht so viel Zeit hatten und das ganze gar nicht hätten wertschätzen können.

So ging es schnell weiter Richtung County Clare. Am frühen Nachmittag, pünktlich zur Tea Time, kamen wir in Ennis an, wo Mama in einem netten Café ihren langersehnten frischen Scone bekam – Papa und ich haben uns natürlich gerne angeschlossen.

Das nächste Ziel lag dann schon ganz in der Nähe von Galway, der Endstation des heutigen Tages. Da wir nämlich nicht an der Küste entlang fuhren, sondern mitten durch den Burren, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, endlich den Poulnabrone Dolmen zu sehen, ein Keilgrab, das in der Jungsteinzeit errichtet wurde (also ca. 3000 v. Chr.). Der Dolmen steht auf einer Ebene, an der sich die typischen Merkmale des Burrens besonders deutlich zeigen. Die ganze Fläche war von Kalkstein übersäht, zwischen dem immer mal wieder Pflanzen wuchsen. Sieht schon sehr interessant und beeindruckend aus, das ganze, auch wenn der Dolmen an sich kleiner ist, als ich gedacht habe…

Am frühen Abend kamen wir dann in Galway an, wo wir unser Hostel bezogen und wo Mama in der Küche gleich neue Bekanntschaften schloss. So kamen wir noch zu ein paar Eiern für unsere Kartoffelpfanne – Mama hatte nämlich kurzerhand ein paar gekochte Kartoffeln gegen eben jene Eier getauscht… Achja, Hostelleben ist schon schön und immer sehr erlebnisreich!

Nach unserem Abendessen sind wir noch kurz durch die Innenstadt geschlendert. Leider waren wegen Karfreitag alle Pubs geschlossen, aber trotzdem waren jede Menge angetrunkene Jugendliche unterwegs, sodass die Atmosphäre nicht wirklich schön war.

Das sah am nächsten Tag ganz anders aus – Galway präsentierte sich im Sonnenschein und die Häuser am Hafen sahen so schön und fotogen aus wie immer.

Gegen Mittag sind wir von Galway in Richtung Dublin Airport aufgebrochen, wo wir überpünktlich ankamen. Ich habe meine Eltern dort abgesetzt und mich dann auf den Weg nach Drogheda bzw. Donore, wo ich die nächsten zwei Nächte bleiben wollte, gemacht.

Es war ein großartiger Urlaub – sicherlich nicht der entspannendste, aber dafür mit sooo vielen Eindrücken und tollen Erlebnissen. Thanks a million, liebe Eltern, für alles!

County Kerry made it easy for us to leave; the sky was cloudy and it even rained now and then. At least that had stopped when we arrived at Bunratty Castle, where we stopped for a little while. But we didn’t visit the castle because the admission fee was quite high and we wouldn’t have had enough time to appreciate the whole building anyway.

So we drove on to Ennis, where we stopped again – it was tea time and Mum wanted to finally eat a scone in a café. Her wish was fulfilled here, because we found a lovely café on the riverbank.

The next time we stopped, we were quite close to Galway already, where we would stay for the night: the stop was at the Poulnabrone Dolmen, an wedge grave built some time around 3000 BC. This dolmen is in the middle of an area that is very typical for the Burren with limestone everywhere and very few plants. A very interesting and fascinating landscape! I was glad to finally see this place, because I’ve never had time for that during my other visits to the Burren, and the stop was really worth it, even though the dolmen was much smaller than I had imagined it to be…

We arrived in Galway in the early evening and had our dinner in the hostel – it was great fun to watch and meet so many people and Mum in particular enjoyed the hostel atmosphere.

Galway, however, was not that enjoyable this evening. It was Good Friday and all the pubs were closed, but there were still loads of drunk people in the streets for some reason, and so the whole atmosphere was not really nice…

Fortunately, this impression changed the next morning: it was a sunny day and Galway was as lovely as I had remebered it. We walked to the harbour with its lovely colorfoul houses before leaving the city at about noon, heading on to Dublin airport. I dropped my parents off there and drove northwards, to Drogheda and Donore respectively, where I would stay for the next two nights…

It was a great holiday – not the most relaxing one, obviously, because we spend so much time in the car and saw so many places, but definitely one to remember! Thanks million, dear parents, for everything!

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Am 04. April kamen wir am frühen Nachmittag in Killarney an, wo ich ein B&B gebucht hatte. Weil das direkt an der Straße, die zum Ross Castle führt, lag, haben wir uns gleich auf den Weg dorthin gemacht. Ross Castle, am Lough Leane gelegen, gilt als typisches Beispiel für eine Burg eines mittelalterlichen irischen Clan-Führers. Erbaut im späten 15. Jahrhundert, gehört es mittlerweile der Republik Irland, sodass man sich die Einrichtung aus dem 16. und 17. Jahrhundert anschauen kann. Was wir aber nicht taten, weil es viel zu schade gewesen wäre, bei dem schönen Wetter Zeit in einem Gebäude zu verbringen. Schließlich sah Ross Castle auch schon von außen beeindruckend genug aus.Von dort aus sind wir dann zum Muckross House gefahren, einem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, das inmitten einer wunderbaren Garten- bzw. Parkanlage liegt.

Die bot sich natürlich zum Spazierengehen an, vor allem, weil einer der Wege darin zum Torc Waterfall führt. Man geht dazu auch eine Zeit lang am Lough Leane entlang, wenn man nicht gerade zur Seite springt, um einem der Jaunting Cars, der Pferdekutschen, zu entgehen, die früher einmal ein typisches Fortbewegungsmittel waren und mittlerweile Touristen herumkutschieren – in einem rasenden Tempo…

Wir sind aber unbeschadet am Wasserfall angekommen und dann noch ein paar Meter auf dem Weg, der mehr oder weniger daneben hoch führt, weitergegangen, bevor wir zum Muckross House zurückgekehrt sind.Dort sind wir noch ein bisschen durch die Gartenanlage gewandert, in der schon einiges geblüht hat und in der wir einige interessante Pflanzen entdeckt haben.

Da es ja mittlerweile richtig lange hell ist – und im County Kerry nochmal eine halbe Stunde länger als in der Osthälfte der Insel – hatten wir noch genügend Zeit, die kleine gewundene Straße, die weiter durch den Nationalpark führt, zu fahren.

Irgendwann kommt man ja an dem Aussichtspunkt “Ladies View” (benannt nach den Hofdamen von Königin Victoria, die hier gerne die atemberaubende Aussicht genossen) vorbei und natürlich haben wir hier gehalten und über den Nationalpark, die Seen und Killarney geblickt.

Der Nationalpark ist aber an dieser Stelle noch nicht zu Ende, und so sind wir auch noch das letzte Stück gefahren, bevor wir wieder umgekehrt sind, um nach Killarney zurück zu fahren und dort zu Abend zu essen. Meine Eltern waren ja mittlerweile vertraut mit der Tee- und Guinnessleidenschaft der Iren und Fish&Chips hatten sie auch bereits probiert, sodass eigentlich nur noch ein kulinarischer Aspekt fehlte – irisches Fast Food in Gestalt von Supermacs. Vor allem, weil der Supermacs  in Killarney besonders malerisch in einer Tankstelle liegt. Dort haben wir also gesessen, Taco Fries verputzt und Leute beobachtet, und es hat ihnen tatsächlich gut gefallen (wem würden Taco Fries auch nicht gefallen?!)…

Die erste Handlung am nächsten Morgen war der Wettercheck, und zu meiner großen Freude strahlte die Sonne vom Himmel. Wir genossen also unser üppiges Frühstück im B&B – meine Eltern ein “Full Irish”, ich Pfannkuchen mit Früchten – und machten uns dann auf den Weg zum Ring of Kerry.

Auf Anraten der B&B-Besitzerin starteten wir im Norden und bald kam das Meer in Sicht. Mama, die natürlich den Reiseführer gelesen hatteund gut informiert war, schlug vor, dass wir zunächst zum Rossbeigh Strand fahren sollten, und so verließen wir den Ring of Kerry – ein Abstecher, der sich wirklich lohnte!

Über eine kleine Bergstraße kamen wir dann wieder zurück auf den Ring of Kerry, auf dem wir weiter in Richtung Spitze der Halbinsel fuhren. Unterwegs hielten wir immer wieder an, um Fotos von dem tollen Blick auf Dingle und die Dingle Bay zu machen.

Schließlich kamen wir an der Westseite des Ring of Kerry an und fuhren dort über eine Brücke nach Valentia Island. Zunächst ging es zur Nordostseite der Insel, wo wir uns das kleine Örtchen Knightstown anguckten. Dann fuhren wir im Norden zurück – auch hier wieder mit einem Zwischenstop, diesmal am Geokaun Mountain, wo wir weit übers Meer blicken konnten und dann noch den höchsten Punkt von Valentia Island erklommen.

Man konnte Dingle, die Blasket Islands und die Skellings sehen – bei dem tollen Wetter wirklich eine Traumaussicht! Auch auf Valentia Island konnte man natürlich blicken.

Auf den Weiden des Geokaun Mountain liefen auch jede Menge Schafe und Lämmer herum, die tolle Fotomotive boten.

Wieder auf dem Festland angekommen, ging es über kleine bergige Straßen an der Südseite des Ring of Kerry entlang. In Waterville haben wir eine Pause eingelegt, uns in einem Supermarkt Pizzen bzw. einen Wrap geholt, uns einen Picknicktisch direkt am Wasser gesucht und dort unser wohlverdientes Essen genossen. Allzulange konnten wir leider nicht in Waterville bleiben, denn es war schon später Nachmittag und wir hatte noch einiges an Wegstrecke vor uns. Und ich hatte noch einen Punkt auf der Besichtigungsliste, nämlich das Staigue Stone Fort, das laut Reiseführer vier Kilometer von der Hauptstraße entfernt liegen sollte. Die Strecke kam uns aber deutlich länger vor, vor allem, weil die Straße natürlich wieder äußerst schmal und voller Schlaglöcher war und sich in vielen Kurven den Hang hinaufschlängelte.

Am Ende hat sich die Fahrt aber gelohnt – das Fort thronte am Ende der Straße auf einer kleinen Anhöhe und erstrahlte im Abendlicht. Bevor wir uns aber an die Besichtigung machen konnten, entdeckte Mama zwei kleine süße Lämmer direkt am Gatter auf der nächsten Weide, die überhaupt nicht scheu waren, sodass wir jede Menge Fotos schießen konnten.

Zum Fort sind wir dann aber auch noch gegangen;)… Wirklich, sehr beeindruckend, all diese Spuren von Zivilisation, die hier in Irland überall herumstehen, seien es Steinkreise, Bee Huts oder eben Steinforts.

Die Zeit drängte mittlerweile wirklich, weil ich mich um 8 Uhr mit Tara und ihrer Familie in einem Pub in Killarney treffen wollte. So nahmen wir eine Abkürzung und fuhren über die Berge zurück nach Killarney. Im Nationalpark absolvierte ich die Straße quasi in Formel1-Geschwindigkeit, sehr zum Leidwesen meiner armen Eltern, die so durchgeschüttelt wurden, dass sie sich nur noch nach einem ruhigen Abend im B&B sehnten. So ging ich alleine in den Pub und verbrachte einen vergnüglichen Abend mit Tara, ihrer Familie und ihrem Bruder. Später kam dann auch noch Dörthe mit ihren Eltern vorbei und erzählte von ihren Erlebnissen des Tages. Insgesamt war es also ein perfekter Tag auf dem Ring of Kerry mit einem typisch irischen Abschluss im Pub!

Den nächsten Tag verbrachten wir bis zum frühen Mittag in Killarney, bevor wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Norden machen (mussten). Die nächsten Ziele hießen “The Burren” und “Galway”…

We arrived in Killarney early in the afternoon and checked in into our B&B immediately. From there on we went straight to Ross Castle, which used to belong to an Irish clan leader and is said to be a typical example of such a castle. It is located directly at the water’s edge of Lough Leane, a very nice location indeed!

Our next stop was an old building as well, namely Muckross House, an 18th-century manor house with a beautiful garden and park respectively. You can do wonderful walks there – which we did – if you are not run over by one of the jaunting cars which are bringing tourists to the nicest spots in the park on very small roads and with quite some speed. But we survived the encounters with the jaunting cars and finally reached Torc Waterfall, which we admired for a while before returning to Muckross House’s gardens. There we discovered loads of beautiful and also some bizarre plants.

Since there was still enough daylight left, I decided to show some more parts of the national park to my parents and so I drove up the narrow road which leads to “Ladies View”, a viewpoint which has already been used by Queen Victoria’s ladies-in-waiting. The view over Killarney was just stunning!

We had dinner at “Supermacs” (which my parents really seemed to like – well, who wouldn’t like taco fries?!) and went back to our B&B early, because we had great plans for the next day – we wanted to visit the Ring of Kerry, which is one of nicest spots in Ireland!

The weather was beautiful the next morning and so, after a delicious breakfast, we went on to the northern part of the Iveragh Peninsula, where the road starts. We visited loads of beautiful spots that day, such as Rossbeigh Strand, Valentia Island and its Geokaun Mountain (the highest point on Valentia Island; we had a wonderful view on the Skelling Islands, the Blasket Islands, Dingle and loads of sheep), Waterville or Staigue Stone Fort and I took thousands of pictures. Seriously. It was just awesome!

Time was flying and in the end we had to hurry up, because I had agreed earlier to meet with Tara and her family and boyfried as well as with Dörthe and her parents. We arrived in Killarney just in time for that and while my parents were too tired to go to the pub, I had a nice evening with the others.

We had to leave beautiful Killarney on the next day, but our next goals were exciting ones as well: the Burren and Galway!

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Am 31. März war er endlich da – der langersehnte erste Ferientag. Die Schüler sind in den Tagen vor den Osterferien doch deutlich unkonzentrierter und zappeliger als sonst gewesen, was das Unterrichten ganz schön anstrengend gemacht hat, und so verließen Schüler und Lehrer die Schule am Freitag nachmittag gleichermaßen erfreut in der Aussicht auf zwei lange Wochen Freizeit.

Ich habe mich natürlich auch sehr über die Ferien gefreut, denn ich hatte viel vor. In der ersten Woche wollten Mama und Papa kommen, dann wollte ich zwei Tage alleine im Boyne Valley (nördlich von Dublin) verbringen, bevor ich mich mit Dörthe und Kim treffen wollte, um gemeinsam Nordirland und den Norden Irlands zu bereisen.

Aber zunächst zu den Tagen mit Mama und Papa. Die beiden hatten ihren Flug für den 01. April gebucht und ursprünglich wollte ich sie vom Flughafen abholen. Da Stefan aber noch zwei Tickets für den Shuttlebus übrig hatte, wollten Mama und Papa diese nutzen und so beschlossenwir, uns in der Innenstadt zu treffen. Ich parkte also das Auto am Park&Ride “Red Cow” und fuhr mit der Luas in die Stadt – wobei mein Timing nicht unbedingt optimal war, denn letztendlich waren Mama und Papa einige Zeit vor mir da und mussten sich die Wartezeit mit Kaffeetrinken und Leutegucken vertreiben.

Nachdem ich also auch endlich angekommen war, gingen wir zuerst zum Hostel, um unser Gepäck abzugeben. Wir hatten nämlich ein straffes Programm vor uns und dabei wären die zahlreichen Taschen doch eher hinderlich gewesen. Um durchzuhalten, brauchten wir aber zunächst eine Stärkung – die Gelegenheit, endlich mal zu “Queen of Tarts” zu gehen, einem in jedem Reiseführer empfohlenen Café. Dort hat Papa ein riesiges Stück Carrot Cake verdrückt und Mama und ich haben uns ein Stück Pecan Pie geteilt. Dazu noch eine Tasse Tee – perfekt!Die Kalorien dieses Mittagessen wollten jetzt natürlich wieder abgearbeitet werden und so begannen wir unseren Besichtigunsmarathon. Der erste Stop war die Christchurch, die wir uns aber nur von außen angeguckt haben. Da ist sie aber schon eindrucksvoll genug!

Von dort ging es weiter zum Dublin Castle und dem sich anschließenden Garten und dann über die Grafton Street und St. Stephen’s Green zum Merrion Square Park. Dort haben wir eine kleine Pause gemacht, Brötchen mit Banane (ein Seel’scher Spezialsnack) gegessen und uns über die vielen Blumen gefreut.

Dann ging es weiter zu meinem Lieblingsmuseum – jaha, ich habe mir die ausgestopften Tiere im “National Museum (National History)” auch gerne ein drittes Mal angeguckt und Mama und Papa waren auch ganz begeistert! Sie hatten danach sogar noch Lust auf ein weiteres Museum, sodass wir uns auf den Weg in die nahegelegene National Gallery gemacht haben, wo im Shop eine Shakespeare-Stoffpuppe in meinen Besitz übergegangen ist. Juhu! Danach sind wir dann ins Museum selbst gegangen, aber leider konnten wir nur einen Teil der Gemälde, die sich in dem Museum befinden, sehen, da viele Bereiche der Ausstellung momentan geschlossen waren… Wenigsten hatten wir so noch Zeit, über den Campus von Trinity College zu laufen.

Nach so viel Kultur folgte noch das total Kontrastprogramm – wir gingen auf die Henry Street bzw. in den dortigen Penneys (Penneys gehört eben auch zu “meinem Irland” dazu; außerdem waren wir auf der Suche nach einer bestimmten Hose für Matthi). Im gegenüberliegenden Tesco haben wir dann unser Abendessen eingekauft, nämlich Tiefkühlpizza. Ich war eben fest davon überzeugt, dass jedes Hostel in Dublin einen Backofen hat… Falsch gedacht! So mussten wir unsere Pizza auf etwas unkonventionelle Art und Weise, nämlich in einer Pfanne, zubereiten;)…

Letztendlich hat die Pizza aber gar nicht so schlecht geschmeckt. Auf jeden Fall war sie eine gute Grundlage für den Abend, denn wir wollten natürlich auch noch in den Pub. Aber erstmal ging es noch in “Dublins moderne Ecke”, weil ich gerne ein Foto von der erleuchteten Samuel-Beckett-Bridge haben wollte… Hat geklappt!

Zum Glück ist Dublins Zentrum ja sehr klein und so waren wir nach dieser kleinen Fotosession ganz schnell im Pub. Im Stag’s Head, um genau zu sein.

Dort hatte ich ja beim letzten Assistententreffen im Januar die schönen neuen Gläser mit eingeprägter Harfe gesehen und wollte jetzt unbedingt so eins haben. Da wir aber ziemlich alleine in einem Nebenraum saßen und unser Guinness sogar von einer Bedienung gebracht wurde, konnte ich natürlich nicht einfach ein Glas einstecken… So habe ich letztendlich die Kellnerin gefragt und die hat mir dann mit verschwörerischem Lächeln ein sauberes Glas geholt! Total nett, ich hab mich so darüber gefreut!

Am nächsten Tag lief mein Parkticket gegen 11.30 ab und so beschlossen wir, Dublin schon mittags zu verlassen – wir hatten eh schon viel gesehen und Mama und Papa hatten Lust auf Strand und ein bisschen Ruhe. Deswegen sind wir nach Bray, einem kleinen Vorort von Dublin, gefahren. Von dort sind wir dann ins 7km entfernt liegende Greystones gewandert. Natürlich auf dem Klippenwanderweg!

In Grey haben wir uns dann mit Fish&Chips gestärkt, die mit einer ordenlichen Dosis Extrasalz und ungefähr einem Kilo Mayonaise pro Portion sogar ganz genießbar waren. Danach ging es mit der Dart zurück nach Bray und dann ging die Suche nach dem Hostel los. Denn das Knockree Youth Hostel lag wirklich mitten im Nichts…

Dafür hatten Mama und Papa eine großartige Aussicht auf die Wicklow Moutains – ich hatte nämlich als kleine Überraschung die “Honeymoon Suite” gebucht, die sich als ziemlich luxuriös herausstellte, gerade für Hostelverhältnisse.

(Ich kann mich übrigens auch nicht beschweren – ich war ganz alleine in einem sehr schicken, sich über zwei Etagen erstreckenden 6er Zimmer mit eigenem Bad ensuite…).

Leider war es etwas diesig, aber es war noch hell genug für einen kleinen Spaziergang und so sind wir ein bisschen auf dem Wicklow Way herumgelaufen, der direkt am Hostel vorbei läuft.

Nach einer erholsamen Nacht in der Stille der Wicklow Mountains sind wir am nächsten Tag bei strömenden Regen Richtung Süden aufgebrochen. Teilweise hat es auf der Sally Gap (einer der beiden Pässe der Wicklow Mountains) sogar geschneit!

Davon waren wir so fasziniert, dass wir uns verfahren haben: wir sind ganz klassisch links anstatt rechts gefahren und haben das lange Zeit nicht gemerkt… Das gute daran war, dass wir so noch über den Wicklow Gap fahren mussten, wo sich uns eine tolle Aussicht über die Wicklow Mountains bot. Mittlerweile sogar ohne Schnee und Regen, dafür aber mit ordentlich Wind…

Spätestens als wir in Glendalough ankamen war das Wetter dann aber richtig gut. So habe ich die Klosteranlage das erste Mal im Sonnenlicht und bei blauem Himmel gesehen!

Natürlich sind wir auch hier ein bisschen spazieren gegangen – Möglichkeiten bietet Glendalough ja genug! Allzu weit wollten wir aber nicht gehen, was sich im Nachhinein als eine gute Idee erwiesen hat. Denn am Ende unseres Besuchs zogen einige Regenschauer über das Tal, und eins hat uns sogar noch erwischt. Wir waren also froh, als wir wieder am Auto angekommen waren.

Einen kurzen Zwischstop haben wir auf dem Rückweg nach New Ross noch eingelegt, und zwar bei Avoca Mill, einer Weberei, die wunderschöne Wolldecken herstellt. Man kann sich die Weberei angucken und so live mitverfolgen, wie eine Wolldecke entsteht.

Am späten Nachmittag kamen wir dann in New Ross an. Dort habe ich Mama und Papa an ihrem B&B abgesetzt und mich dann auf den Weg gemacht, um das Abendessen vorzubereiten. Währenddessen haben meine Eltern New Ross erkundet.

Abends gab es dann ein typisch irisches Mahl – Ham and Potatoes. Ich hatte schon Angst, dass dieses Unterfangen schief geht, aber es hat am Ende erstaunlich gut geklappt!

Mit vollen Bäuchen haben Mama und Papa sich schließlich in Richtung B&B verabschiedet. Ich habe noch die Küche aufgeräumt und bin dann schlafen gegangen – schließlich sollte es am nächsten Tag nach Killarney gehen. Dort präsentiert die irische Landschaft sich wie aus dem Bilderbuch und es würde somit wieder viel zu sehen geben! Aber auch an den ersten Tagen, die meine Eltern in Irland verbracht haben, haben wir schon richtig viel gesehen und erlebt!

The first day of the Easter break was finally there on March 31st – everyone in the school had been longing for a break and so we all were happy to leave the school on Friday afternoon with two weeks of freetime ahead.

I was especially excited because I had so many plans for break. In the first week, my parents would be coming and we would do a lot of travelling, then I would spend two days in and around the Boyne Valley before meeting with Kim and Dörthe in order to visit Northern Ireland and the North of Ireland.

Well, back to topic. Mum and Dad arrived at noon at Dublin airport and took the shuttle bus to the city center then, while I left the car at the park&ride “Red Cow”. I was a bit late though and so my parents had to wait for a little while – but they were busy drinking coffee and watching the people of Ireland’s capital, so it was not too bad in the end.

We went to our hostel immediately where we left our luggage because we wanted to see loads of things today and all the bags and suitcases would obviously have been hindering. But before we started with all the sight-seeing, we went to “Queen of Tarts” where Dad ate a piece of a very tasty carrot cake and Mum and I shared a piece of a lovely pecan pie – a delicious treat, especially in combination with a cup of tea!

All these calories needed to be burned now and so we started our sight-seeing marathon at Christchurch. From there we walked to Dublin Castle and its garden, St. Stephen’s Green and Merrion Square Park, where we had another break before visiting the National Museum of Ireland (Natural History) and the National Gallery. After that, we went to Trinity College before heading on to Henry Street – it was shopping time! We went to Penneys where we had to look for specific pants for my brother. Then we went to Tesco Supermarket where we bought frozen pizzas because I was determined that our hostel had an oven. Which it did not have, as it turned out soon. So we had to make our pizzas in a pan…

But the pizzas did not taste too bad, actually, and after this dinner we felt ready for “Dublin at night”. We walked to the modern part of Dublin first, where I took some pictures of the Samuel-Beckett-Bridge and then headed on to the Stag’s Head, a Victorian pub where Guinness is served in quite extraordinary glasses with an engraved harp. I wanted to have such a glass and so I asked the waitress where I could get one. Her reaction (typically Irish) – she brought me a clean one to take home!

On the next day, we had breakfast in the hostel and left Dublin at about noon. We went to Bray, where we left the car and walked to Greystones on a cliff path. There we had lunch – fish&chips with salt, vinegar and loads of mayonnaise – before taking the train back to Bray, heading on to Knockree from there.

Knockree is in the north of the Wicklow Mountains and it took us some time to actually find the hostel, because it really was in the middle of nowhere. But the good thing about that was that Mum and Dad had a stunning view over the Wicklow Mountains from their room and I had a very nice six-bed-bedroom all for myself.

After we had tea and coffee in my parents’ room, we went outside in order to wander about a bit on the Wicklow Way which is directly in front of the hostel. The scenery there was really lovely!

When we woke up the next morning, it was raining heavily – and it even snowed a bit at Sally Gap (one of the two passes in the Wicklow Mountains). We were a bit distracted by this, apparently, because we got lost (taking the left road instead of the right road). But the good thing about this was that we had do drive via Wicklow Gap (the other pass) now, where we had another stunning view over the hills and mountains – especially because the rain had stopped by then…

We reached Glendalough at noon and did some walking there – I was so happy to see the valley in the sunlight and with a blue sky in the background – before heading south to New Ross. There was one more stop on our way, which was at Avoca Mill, where beautiful blankets are weaved. You could visit the factory there and it was very intresting to see how a blanket is actually woven.

We finally arrived in New Ross in late afternoon and I brought my parents to their B&B. While they were exploring the town, I went to Noirin’s house where I prepared a typical Irish dinner – ham and potatoes. I was a bit nervous about that because I had never cooked a ham before, but it all went well.

My parents slept well in their B&B and so everybody was fit the next morning and ready for the drive to Killarney in County Kerry, where our journey would be continued…

 

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Zum irischen Wetter habe ich neulich ein nettes Zitat gelesen: “Die Iren genießen zwei Tage im Jahr besonders – Weihnachten und den Sommer…”. Der kam dieses Jahr auch ziemlich verfrüht und in Gestalt einer ganzen Woche: direkt vor den Osterferien hatte sich die Sonne entschlossen, mal zu zeigen, was sie so kann. Sehr praktisch, dass Stefan und Laura, i.e. mein Bruder und seine Freundin, in genau dieser Woche zu Besuch in Irland waren und dieses tolle Land bei tollem Wetter genießen konnten.

Die beiden hatten sich für Sonntag, den 25. März, angekündigt und kamen am Nachmittag mit dem Bus aus Dublin in Kilkenny an, wo wir uns verabredet hatten. Stefan hat sich sehr gefreut, “Unseren Jungen” wiederzusehen; die beiden passen farblich ja auch wirklich gut zusammen;)…

Bevor es nach New Ross ging, sind wir aber erstmal zum Kilkenny Castle gegangen, haben einen Blick ins Design Centre geworfen und sind ein bisschen über die High Street gebummelt, wo ich ihnen “Supermac’s” (das irische McDonald’s) und “Penneys” vorgestellt habe.

In New Ross habe ich den beiden dann die Highlights meines Städtchens gezeigt, nämlich das JFK Memorial und die Dunbrody, bevor wir zu mir nach hause gefahren sind und uns dort zum Abendessen einen Shepherd’s Pie gebacken haben – yummy!

Für den nächsten Tag hatte “Unser Junge” einige Kilometer vor sich; wir wollten nämlich nach Cork, wo der Mietwagen auf Laura und Stefan wartete. Anstatt aber direkt auf der National Road zu fahren, hatten wir uns für die Küstenstraße entschieden, um zwischendurch an einige Strände fahren zu können.

Der erste Stop war in Tramore, wo bereits ein riesiger und ellenlanger Strand auf uns wartete.

Von da ging es weiter nach Annestown an der so genannten Copper Coast, wo wir eine ganze schöne Bucht für uns alleine hatten, bis zu einem Ende gelaufen sind und Stefan ein bisschen auf den Felsen herumgeklettert ist.

In Irland sind die meisten Ziele kilometermäßig nicht besonders weit entfernt, aber dank der manchmal abenteuerlichen und oft sehr kurvigen Straßen dauern Fahrten meist länger als gedacht. So war es auch schon weit nach Mittag, als wir aus Annestown losfuhren, und mittlerweile hatten wir alle ganz schön Hunger. Praktischerweise entdeckten wir in Youghal eine  Fish&Chips-Bude am Straßenrand, an der wir – so unspektakulär sie auch aussehen mochte – wirklich leckeren Fisch und auch richtig gute Pommes bekamen.

Gut gestärkt trafen wir gegen 15.30 Uhr in Cork ein, wo wir das Auto auf einem Parkplatz außerhalb stehen ließen und mit dem Bus in die Stadt fuhren.

Auf dem Weg zur ersten Sehenswürdigkeit, nämlich der St. Anne’s Church, liefen uns jede Menge Schüler und Schülerinnen in Schuluniform über den Weg und Stefan wollte unbedingt ein Erinnerungsfoto davon haben;). Die St. Anne’s Church ist deswegen so bekannt, weil sie einen Lachs als Wetterfahne hat – wirklich!

Außerdem kann man gegen einen kleinen Obolus eigene Melodien mit den Kirchenglocken spielen – wenn man denn innerhalb der Öffnungszeiten kommt und nicht genau in dem Moment, in dem die Kirchentür zugeschlossen wird… Dafür hatten wir mehr Zeit, durch Corks Zentrum zu bummeln, in den English Market zu gehen…

…und, natürlich, den lokalen Penneys leerzukaufen.

Irgendwann wurde es aber Zeit, den Mietwagen abzuholen, und so machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, wo Laura zur stolzen Fahrerin eines Opels wurde – genau das Auto, das Stefan nicht haben wollte;).

Der Opel hat die beiden aber nicht im Stich gelassen und sie sicher über die schmalen Straßen des County Kerrys, an den Cliffs of Moher entlang und zurück nach Dublin gebracht. Ich musste wieder zurück nach New Ross und noch eine Woche arbeiten, bis auch ich wieder in den Genuss der Reiserei kommen würde…

There’s a nice quote about the Irish weather: “The Irish enjoy two days in the year in particular – Christmas and the summer…”. Well, this year it was summer quite early and in the form of a whole week, actually: the week directly before the Easter break was one full of sunshine. Lucky Stefan and Laura, i.e. my brother and his girlfriend, who had booked their flights to Ireland for this week and thus were able to see the best parts of this country in the sunshine. Not a taken-for-grantedness in Ireland…

We met in Kilkenny on March 25th, where Stefan was delighted to see the blue VW Polo again;). Before leaving for New Ross, we visited Kilkenny Castle and the Design Center, wandered about the High Street and I introduced them to Supermac’s (=the Irish version of McDonald’s) and to Penneys, a great shop for buying clothes.

Back in New Ross, I showed them the two important sights of the village, namely the JFK Memorial and the Dunbrody, before we went up to my house, where we had a delicious dinner – Shepherd’s Pie, yummy!

We had to go to Cork on the next day, because this was where Laura and Stefan had to pick up their rental car, but instead of taking the National Road we went there on the coastal road, stopping on nice beaches every now and then, such as at the huge one at Tramore and at the beautiful bay of Annestown, where noone else was around. A whole beach just for us!

Driving on a coastal road always takes more time then you think, and so we left Annestown quite some time after noon, being already quite hungry. Fortunately, we found a fish&chips place somewhere at the roadside, where we ate the most delicous fish&chips…

We reached Cork at about 3.30pm, left the car at a park&ride and went to the city center by bus. From there, we walked to St. Anne’s Church, which is quite famous because it has a golden salmon on its roof – plus you can play melodies on the church bells if you give a little money! But unfortunately, we found the church doors closed, being just seconds too late to enter the church.

Anyway, at least we had enough time now to wander about the streets, to have a look at the English Market and to buy loads of clothes in the local Penneys. But at some point in time we had to return to the car and to go to the airport in order to pick up the rental car – which turned out to be an Opel, a car which Stefan does not like at all for some reason…

But as far as I know, he as well as Laura enjoyed the trip to County Kerry, the Cliffs of Moher and back to Dublin – even in an Opel – while I had to return to New Ross. One more week of working before I could finally start my own travelling…

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